Wolfenbüttel, 13. Oktober 2011 (ADN). Das sillgelegte Salzbergberg Asse in Niedersachsen entwickelt sich zum astreinen Skandal. Die in den Jahren 1967 bis 1978 eingelagerten 126.000 Fässer mit Atommüll unterschiedlicher Konzentration werden zusehends zum unkalkulierbaren Risiko für Mensch und Umwelt. Seit mehreren Jahren fließen täglich 12.000 Liter Wasser in das Bergwerk. Eigentlich dürfte kein Tropfen dorthin gelangen. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn noch kann man das in die Grube eindringende Wasser abpumpen. Allerdings die letzten 16 Liter werden erst unmittelbar vor den Abfallkammern abgefangen, in denen der radioaktive Müll schlummert. Dieses Nass ist dann auch schon nuklear belastet. Nach den Wort von Wolfram König, dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz, ist eine schlagartige Erhöhung der zufließenden Wassermengen nicht auszuschließen. Dann würde Asse regelrecht absaufen und das Wasser atomisiert. Die dann folgenden chemischen Folgewirkungen würden letztlich dazu führen, dass das belastete Wasser aus dem Bergwerk austritt und in menschliche Verbrauchskreisläufe gelangt. Eine solche Katastrophe  mitten in Deutschland ist nur zu verhindern, wenn die Fässer binnen zehn Jahren – das ist die dazu nötige Zeit – aus dem Berwerk geholt werden. Wer diesen Wettlauf gewinnt weiß keiner – auch nicht die so häufig zitierten Experten.

Das sogenannte Hochtechnologieland Deutschland blamiert sich nicht nur bis auf die Knochen, sondern es setzt meschliches Leben und die natürliche Umwelt mit kaum beschreibbarer Unverfrorenheit aufs Spiel. ++ (nö/mgn/13.10.11-5)