Essen/Duisburg/Berlin, 13. Februar 2012 (ADN). Adolf Sauerland wird als der erste Oberbügermeister in den Geschichtsbüchern stehen, den sein eigenes Stadt-Volk abgewählt hat.  Nicht einmal knapp, sondern ausgesprochen konsequent: Sauerland konnte nicht mehr seine vornehmste Pflicht erfüllen, das Gesicht seiner Stadt zu sein.  Das haben die Menschen seit langem gespürt, schreibt am heutigen Montag die Essener Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)  zu dem gestrigen direkt-demokratischen Paukenschlag der Bürger von Duisburg weiter.  Sauerlands politisches Ende sei gerecht, sein Rückzug ins Private ohne Alternative. Dies heile eine tiefe Wunde. Endlich hat dieses unwürdige Jonglieren mit dem Schuld- und Verantwortungsbegriff ein Ende, so das Blatt. Das Abwahlverfahren sei nicht nur wegen seines positiven Ergebnisses positiv. Indem die Duisburger gegen Sauerland kämpften, fochten sie für ihre Stadt. „Welch ein schönes Beispiel für beispielhaftiges Engagement. Darauf lässt sich bauen. Schade, dass die Bürger nicht die Chance haben, den Bundespräsidenten aus dem Amt zu wählen“.

Aber was nicht ist,  kann ja noch werden,  ergänzt die in Leipzig ansässige Arbeitsgemeinschaft Staatlicher Selbstverwaltungen.  Außergewöhnliche Skandale erfordern deren außergewöhnliche Lösung.  Das Beispiel Duisburg sollte den Bundestag zur Beschlussfassung über das weitere Fortkommen von Christian Wulff ermuntern. ++ (dk/mgn/13.02.12 – 44)