Zürich, 30. September 2012 (ADN).  „Wenn Netanyahu und Ahmadinejad ein Problem miteinander haben, sollen sie sich selbst die Köpfe einschlagen und uns in Ruhe lassen“. Mit diesen Worten gibt die „Neue Zürcher Zeitung“ in ihrer aktuellen Wochenendausgabe einen in der israelischen Küstenstadt Netanya ansässigen Iraner wieder.  Das Zitat stammt aus der in Tel Aviv ansässigen persischsprachigen Radiostation Ran. Zielpublikum des Rundfunk-Moderators Rani Amrani, der im Jahr 1991 als 14jähriger nach Israel  geflohen war,  sind die in der Diaspora lebenden Exil-Iraner. Diese Bevölkerungsgruppe ist nach Angaben der Tageszeitung in Kalifornien mit etwa 600.000 Menschen die weltweit größte. Dort dürfte Ran auch die meisten Zuhörer haben, von denen weitere vor allem in Schweden, Frankreich, Deutschland und vor allem auch in Israel wohnen. Aufmerksame Hörer findet Ran auch in Iran selbst, dessen jüdische Gemeinde auf mehr als 20.000 Angehörige beziffert wird.

Die Ran-Radiomacher bezeichnen sich als unpolitisch. Als Beweis dafür führen sie an, dass die Finanzierung der Station ausschließlich auf Werbegeldern beruht. Deshalb sei eine unabhängige Berichterstattung gewährleistet.

Ein drohender Krieg zwischen Israel und Iran ist derzeit ein dominantes Thema der Rundfunkjournalisten des Senders und seiner Hörerschaft. „Ein Angriff Israels auf Iran ist auch ein Angriff auf einen Teil der jüdischen Geschichte“, äußerte ein anderer Anrufer aus Jerusalem unter Verweis auf die große jüdische Gemeinde in Persien. 

Dem Bericht der Schweizer Publikation zufolge stehen sich die beiden Völker Israels und Irans eigentlich viel näher, als von den Politikern der beiden Staaten oft behauptet wird. Zum Beleg wird Moderator Amranis Aussage herangezogen: „Wir sind zwei Völker mit gegenseitiger Sympathie, auch wenn die Regierungen das Gegenteil behaupten.“ ++ (ml/mgn/30.09.12 -278)

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