Berlin, 30. März 2013 (ADN). Eine soeben von Transparency International (TI) vorgelegte Checkliste soll Kommunen bei der Analyse und Vermeidung von möglichen Korruptionsrisiken unterstützen. Desweiteren sind damit besonders korruptionsgefährdete Bereiche zu identifizieren.

Im Einführungsteil des achtseitigen Domunents heißt es: „Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem unmittelbaren beruflichen Umfeld Kenntnisse über korruptive Praktiken erlangen, empfinden dies häufig als Bürde. Einserseits drängt es sie, den Vorfall zu melden.“ Andererseits hätten sie Repressalien von Kollegen und Vorgesetzten zu befürchten. Ihre Zivilcourage benötige den Schutz der kommune.

nach TI-Angaben bilden staatliche Antikorruptionsgesetze sowie Richtlinien von Kommunen und Hinweise der Vereinigung der örtlichen Rechnungsprüfungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Basis für die Checkliste. Sie bezieht sich auf fünf Bereiche: Kommunalvertretung, Verwaltungsleitung, korruptionsgefährdete Arbeitsgebiete, Innenrevision/Rechnungsprüfung und kommunale Unternehmen.

Unter korruption versteht die im Jahr 1993 von Peter Eigen gegründete Organisation TI den Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Korruption gefährde die soziale und demokratische Ordnung. Sie unterhöhle die Prinzipien der Gleichheit vor dem Gesetz und des freien Wettbewerbs. Die materiellen Schäden für die Allgemeinheit durch Korruption seien immens.
Im jüngsten Jahresbericht ist TI zu dem überraschenden Ergebnis gekommen, dass Europa immer heftiger von Korruption zersetzt ist. Angesichts dessen verlangt TI von den großen Wirtschaftsnationen deutliche Signale. Von ihnen fordert der geschäftsführende Direktor, Cobus de Swardt, vorbildliches Verhalten. korruption sei immerhin eines der weltweit am stärksten diskutierten Probleme. ++ (kr/mgn/30.03.13 – 083)

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