Zürich/Den Haag, 29. April 2013 (ADN). Bis Anfang März hatte das niederländische „BurgerforumEU“ 40.000 Unterschriften gesammelt, um das Parlament in Den Haag zu einer Diskussion über den Austritt des Landes aus dem Euro-Verbund zu zwingen. Darüber berichtet die schweizerische Wochenzeitung „Zeit-Fragen“ Ende April. Unter Bezugnahme auf den Nachrichtendienst „Vetrauliche Mitteilungen“ und die Tageszeitung „Algemeen Dagblad“ wird mitgeteilt, dass der prominente ehemalige Ex-EU-Kommissar Frits Bolkestein neuerdings zu den Gegnern der europäischen Kunstwährung zu zählen ist. Das „Algemeen Dagbladet“ zitiert ihn mit den Sätzen:“Die Niederlande sollten den Euro so schnell wie möglich verlassen. Die Währungsunion hat total versagt. Der Euro hat sich als Schlaftablette erwiesen, die Europa dösen ließ, anstatt über unsere Wettbewerbsfähigkeit nachzudenken. Lasst uns den Euro stoppen und stattdessen den Binnenmarkt stärken. Wir brauchen den Euro nicht dafür.“

Nach den Worten von Bolkestein ist auch das EU-Parlament für die niederländischen und die europäischen Bürger nicht mehr repräsentativ. Es fröne einer nicht länger mehr haltbaren „föderalen Phantasie“. Diese Einschätzung des ehemaligen Sptzenfunktionärs ist um so bemerkenwerter, als er noch in jüngster Vergangenheit nicht zum Lager der EU-Kritiker zu rechnen war. Bolkestein gehörte seinerzeit zu den maßgeblichen Schöpfern der EU-Dienstleistungsrichtlinie, einem der wichtigsten Dokumente des europäischen Binnenmarktes. ++ (gz/mgn/29.04.13 – 114)

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