Athen/Zürich, 27. September 2013 (ADN). Die griechische Regierung will Unternehmen verbieten abzuwandern. Das meldet am Freitag die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) in einem Beitrag aus Athen. Diese am „Internationalen Tag des Flüchtlings“ bekannt gegebene Sperre für Firmen, aus Griechenland ins Ausland zu flüchten, sieht ein neues, im Finanzministerium erdachtes Gesetz vor. Danach ist für die Annahme eines Fusionsangebotes die Mehrheit von 95 Prozent der Generalversammlung vonnöten. Bislang reichte die Zustimmung von 67 Prozent der Aktionäre. Damit soll offensichtlich zunächst die Verlegung des Firmensitzes des größten griechischen Metallkonzerns Viohalco nach Belgien verhindert werden. Die umzugswillige Unternehmensleitung habe derzeit mit der Kontrolle von 74 Prozent der Anteile, die der Familie Stassinopoulos und Allianzen mit anderen Großaktioären gehören. Nun erreiche sie plötzlich nicht mehr die erforderliche Abstimmungsmajorität. Damit ist der ursprüngliche Plan des Metallkonzerns, Griechenland zu verlassen, vorerst gescheitert.

Allerdings weist die NZZ auf bestehende Unwägbarkeiten hin. So gebe es in Athen beträchtliche Zweifel, ob die neue Regelung vor den Gerichten Bestand haben wird. Jedoch werde viel Zeit – mindestens zwei Jahre – ins Land gehen, bis darüber rechtliche Klarheit herrscht. Als treibendes Motiv, die Flucht griechischer Firmen ins Ausland zu verhindern, gelte die Furcht der Regierung vor einem Exodus der größten Unternehmen des Landes. Diese wiederum fühlen sich zur „Emigration“ aufgrund ihrer Finanzierungs- und Liquididätsprobleme animiert. ++ (wi/mgn/27.09.13 – 264)

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