Berlin, 21. Oktober 2013 (ADN). In diesem Jahr haben bislang 1.500 Firmen einen Antrag gestellt, von den Netzentgelt-Gebühren für die Elektrizitätsversorgung befreit zu werden. Im vergangenen Jahr waren es 3.151 Unternehmen. Davon sind mehr als 1.300 bereits genehmigt. Weitere 1.680 werden noch geprüft. Dazu kommen noch die neuen 1.500 Anträge. Zu den Antragstellern gehören Golfplätze, die Allianz-Versicherung und die Mövenpick-Hotelkette.

Die Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf die Frage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag hervor. Es ist eindeutig, dass die Ausnahme-Anträge so gestrickt sind, dass blöd wäre, wer keinen solchen Antrag stellt, erklärte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn im Deutschlandfunk. Das sei wirklich absolute Klientelpolitik.

Für die Einnahmeausfälle durch die skandalöse Genehmigungspraxis müssen andere Stromverbraucher einspringen. Das sind in erster Linien die Privatkunden und kleine Firmen.
Das Netzentgelt entspricht laut Bundesnetzagentur rund ein Fünftel des Strompreises. ++ (wi/mgn/21.10.13 – 288)

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