Buenos Aires, 6. Dezember 2013 (ADN). Nach einem Bericht des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur sind toxische Stoffe für die Gesundheitsprobleme in der argentinischen Provinz Santa Fe verantwortlich. Die Region ist das ertragsreichste Anbaugebiet des Landes für Getreide. Obwohl es eine einschränkende Anordnung der Behörden gibt, Herbizide auf die Ackerflächen nur bis zu einer Entfernung von 500 Metern zu Wohngebiete zu sprühen, wird dieses Verbot missachtet. So werden die Gifte in einem Abstand von nur 30 Meter zu den Wohnhäuser ausgebracht mit der Folge, dass die Bewohner 24 Stunden täglich den Herbiziden – insesondere dem Stoff Glyphosat – ausgesetzt sind. Die Häufigkeit von Krebserkrankungen wuchs in der Gegend bis um das Vierfache. Im Nordosten Argentiniens haben sich zudem Missbildungen bei Neugeborenen seit Beginn der Anwendung von „Biotechnologie“ des Konzerns Monsanto im Jahr 1990 vervierfacht. Bei 80 Prozent der untersuchten Kinder fanden sich Spuren von Pestiziden im Blut.

1996 hatte die damalige argentinische Regierung in einem Schnellverfahren die Produktion von genetisch verändertem Soja unter Anwendung von Glyphosat genehmigt. ++ (kr/mgn/06.12.13 – 334)

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