Grenoble, 4. Januar 2013 (ADN). Zum Ski-Unfall des Auto-Rennfahrers Michael Schumacher soll in seinem Heimatort Kerpen möglichst jeder etwas sagen. So wünscht sich das der Boulevard-Journalismus – interviewt sozusagen Hinz und Kunz. Sogar „seriöse“ Fernsehstationen erliegen mit ihren Nachrichtensendungen wie „tagessschau“ und „ZDF-heute“ diesem „Trend der Zeit“, wrd im Deutschlandfunk am Sonnabend bedauert. Über den Gesundheits- oder Krankenstatus von Schumacher – obwohl nicht bekannt – wird nach allen Himmelsrichtungen gemutmaßt.

Es wird immer hektischer, urteilt der Zukunftsforscher Matthias Horx in dem Rundfunksender über dieses Phänomen. Berichterstattung dieser Art könne zu schrecklichen Auswüchsen führen. Gefährlich werde es, wenn es sich um wichtige politische Entwicklungen handelt. Aktuell betreffe es die Kampagne im Zusammenhang mit der seit vier Tagen für Bulgaren und Rumänen bestehenden Freizügigkeit des Reisens innerhalb der Europäischen Union (EU). Gebildete gingen diesem Phänomen aus dem Weg, indem sie solche Medien – sogar den teilweise der Sensation verfallenden Deutschlandfunk – einfach ignorieren. Ein Verfall der Öffentlichkeit sei zu befürchten. Die Gesellschaft werde hysterisiert und vollziehe vermutlich einen Akt der Selbstzerstörung. Italien und Japan böten Muster dafür, in welche tiefen Etagen die Medien sinken können. ++ (me/mgn/04.01.14 – 004)

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