Wien, 11. Februar 2014 (ADN). „Der Sturm der Medienkrise ist nun endgültig in Österreich angekommen“. Das teilt der Herausgeber des Magazins „Der österreichische Journalist“, Georg Taitl, in der jüngsten Ausgabe seines Mediums mit. Es handle sich dabei auch nicht nur um eine kurze Konjunkturdelle, sondern vielmehr um ein Strukturproblem. Online zerstöre klassische Ertragsmodelle der Verlage. Viele Verlagsmanager wollten das entweder nicht wahrhaben, reagierten darauf falsch oder hätten sehenden Auges dagegen zu wenig unternommen. Infolgedessen sollen die Redaktionen der „Presse“ und des „Wirtschaftsblattes“ zusammengelegt werden. Die meisten Journalisten wehren sich dagegen und reagieren darauf mit Betriebsversammlungen.  Das Erdbeben mit Epizentrum Wien schicke seine Wellen inzwischen über das ganze Land, so Taitl.

Gegen die größte Medienkrise in der Geschichte Österreichs wird mit Sparen, Ausdünnen der Redaktionen, sowie dem Aufweichen der strikten Trennung von Redaktion und Anzeigenabteilung angekämpft. Auch ertöne der Ruf nach mehr Presseförderung. Der Herausgeber hält es für notwendig, dass Verleger nicht mehr im Hamsterrad den kurzfristigen Erträgen nachlaufen, sondern ihre Medien der Wirklichkeit durch Strukturwandel anpassen und gegen Google & Co. eine Strategie finden. Außerdem sei guter Journalismus erforderlich, der sich dem Verwertungsdruck entzieht und gründlicher Recherche zuwendet. ++ (me/mgn/11.02.14 – 042)

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