Paris, 30. Mai 2014 (ADN). Die stärkste Partei in Europa ist die der Nichtwähler und Skeptiker. Seit dem Jahr 1979 steigt ihre Zahl – auch in Zeiten des Wohlstands. Das erklärte der ehemalige französische Außenminister, Hubert Vedrine, am Freitag im Deutschlandfunk.  Das Problem Nummer eins sei die Kluft zwischen den kleinen proeuropäischen Eliten und der Masse.

„Vielleicht steht Europa in fünf oder zehn Jahren psychologisch, politisch und wirtschaftlich anders da“, so Vedrine. Kurzfristig halte er eine institutionelle Pause für richtig. Nationale Souveränität sollte nicht weiter aufgegeben werden. Das wollen die Menschen nicht. Nicht einmal im Deutschen Bundestag. In vielen Ländern werde Europa wie ein Staubsauger wahrgenommen; oder wie ein Vampir, der alles verschlingt, was an eigener Identität und Souveränität übrig ist. ++ (ep/mgn/30.05.14 – 149)

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