Berlin, 15. Juli 2014 (ADN). Das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA bringt die Kulturszene in Gefahr. Das erklärte der Leiter des Internationalen Theater- und Performancefestivals „Foreign Affairs“, Matthias von Hartz,  am Dienstag in einem Gespräch mit „Deutschlandradio Kultur“. Eine Grundmaxime dieses Abkommens im Sinne der Wettbewerbsfreiheit sei es, Subventionen verbieten zu können.  Davon wären beispielsweise Museen, Opernhäuser und Theater stark betroffen. Er sieht generell durch diese Art Freihandel Gefahr auch für andere Kulturbereiche, die nicht in erster Linie davon existieren, indem sie ihre Leistungen verkaufen. „Das Primat der Investition und damit letzten Endes das Primat der Ökonomie und des Geldes ist das, was letzten Endes auch das Kulturgut ideologisch, philosophisch und am Ende des Tages sicherlich auch praktisch bedrohen wird,“ erklärte von Hartz. 

Derzeit gehen die Verhandlungen zu diesem umstrittenen TTIP-Abkommen in die sechste Runde. ++ (ku/mgn/15.07.14 – 195)

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