Köln/Berlin/Rostock, 21. Juli 2014 (ADN). Krieg ist teuer. Die Ukraine finanziert ihre gegen die Ostukrainer eingesetzten Waffen und Munition aus den IWF-Krediten und den Geldhilfen aus der EU. Das erklärte die Deutschland-Korrespondentin der russischen Zeitung „Rossiskaja Gaseta“ am Montag im Deutschlandfunk. Insofern sei der Westen an dem Bürgerkrieg in den östlichen Teritorien, zu den die Volksrepublik Donezk gehört, beteiligt. Zu den markanten Zeichen der tendenziösen und verzerrenden Berichten in der bundesdeutschen Medienlandschaft zählte die Journalistin den Tatbestand, dass fast durchweg bei den bewaffneten Kämpfern in Donezk und Lugansk die Rede von Separatisten, Freischärlern oder sogar Terroristen die Rede ist. Das in der Presse Deutschlands Vermittelte sei diffus, unausgewogen und von Vorurteilen geprägt. Inakzeptabel sei auch, dass schon wenige Minuten nach dem Absturz der malaysischen Zivilmaschine über der Ostukraine von der Urheberschaft Moskaus und der „Separatisten“ gesprochen wurde, obwohl noch nichts untersucht und geprüft worden ist. Auch OSZE-Beobachter könnten darüber nichts in Erfahrung bringen, weil ihnen das Spezialwissen für Flugzeugabstürze einfach fehlt.

An der außerordentlich kontrovers geführten Diskussion unter der Überschrift „Jetzt muss es harte Strafen gegen Russland geben“ nahmen der SPD-Europaparlamentarier Knut Fleckenstein von der SPD und der Vorsitzende der deutsch-ukrainischen Parlamentarier, Karl-Georg Wellmann (CDU) aus Rostock teil. Zuhörer, die per Telefon zugeschaltet wurden, kritisierten insbesondere die einseitige und parteiische Berichterstattung in den deutschen Medien zulasten Russlands und dessen Präsident Putin. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darin, dass diesbezüglich der Deutschlandfunk ei e positive Ausnahme bildet. Fleckenstein wünschte sich deshalb Printausgaben der dort produzierten Berichterstattung.  ++ (vk/mgn/21.07.14 – 201)

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