Bad Boll, 29. September 2014 (ADN) Die Diskussion um die laut Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (BRD) geforderte gesamtdeutsche Verfassung lebt auf. Bei einem Treffen in der Evangelischen Akademie Bad Boll (Baden-Württemberg)  trafen sich am Montag Initiatoren, die der Schaffung einer unmittelbar vom Volk zu beschließenden Verfassung für Deutschland neuen Auftrieb und innovative Impulse geben wollen. Eigentlich hätte ein solches Grundsatzdokument bereits vor 25 Jahren – also vor einem Vierteljahrhundert – nach  der allgemein als Friedliche Revolution bezeichneten gesellschaftspolitischen Umwälzung in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) – zustande kommen müssen. Allerdings war das nicht der Fall. Bis zum heutigen Tag mangelt es dem wiedervereinigten Deutschland an einer Konstitution, die die Souveränität und Unabhängigkeit eines deutschen Staates dokumentiert.

Bad Boll ist die älteste der heute existierenden 17 Evangelischen Akademien Deutschlands. Sie wurde vor genau 69 Jahren gegründet. Das Institut hatte bereits im Jahr 1990 ein Symposium unter dem Titel „Markierungen auf dem Weg zu einer gesamtdeutschen Verfassung“ veranstaltet. Dabei wurde Wegweisendes für Deutschland und seine demokratische, friedvolle und unabhängige Zukunft erörtert. Die dort debattierten Themen blieben jedoch unbeachtet. Sie fanden keine oder nur geringfügige Berücksichtigung für das seinerzeit als neues Staatsgebilde proklamierte Gesellschaftskonstrukt. Dieses Versäumnis drängt sich nun – angesichts der gegenwärtigen Grundsatzdebatten – in besonders brennender und dringlicher Art auf. Eine Verfassung, die letztlich vom deutschen Volk in direkter Abstimmung in Kraft gesetzt wird, ist ins Werk zu setzen.  ++ (ve/mgn/29.09.14 – 271)

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