Zürich, 8. Oktober 2014 (ADN). Gemäß UN-Angaben sind in dem Konflikt um die Ost-Ukraine bereits mehr als 3.500 Menschen ums Leben gekommen. Darüber berichtet die in der Schweiz heraugegebene Wochenzeitung „Zeit-Fragen“ in ihrer jüngsten Ausgabe. Eine Folge der anhaltenden Kämpfe sei Massenflucht. Bereits Anfang September sei eine Zahl von einer Million Flüchtlingen zu verzeichnen gewesen.  Rund 814.000 Menschen hätten in Russland Obdach gefunden. Den vermutlich untertriebenen Schätzungen zufolge irrten etwa 260.000 Menschen innerhalb der Ukraine umher, um den Gefechten und Zerstörungen zu entgehen. Die tatsächliche Zahl der Vertriebenen liege weitaus höher. Allerdings sei sie nicht bekannt, weil sich viele bei Verwandten und Freunden aufhalten, ohne sich bei Behörden zu melden, informiert das UNO-Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR). UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres befürchte verheerende humanitäre Folgen. Es drohe eine Destabilisierung der gesamten Region. Wegen des bevorstehenden Winters sei mit einem Gesundheitsnotstand zu rechnen. Nicht winterfeste Quartiere hätten prekäre hygienische Verhältnisse zur Folge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereite eine gesundheitliche Notverordnung für die Bevölkerung vor. 

„Zeit-Fragen“ schreibt weiter: „Inzwischen wird von Massengräbern berichtet mit z. T. über 400 Toten, zumeist Zivilisten. Viele seien so zugerichtet, dass sie nur schwer identifiziert werden können. Die Gräber befänden sich in Gebieten, die zuvor von der ukrainischen Armee kontrolliert worden waren.“  ++ (vk/mgn/08.10.14 – 280)

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