11. Oktober 2014 (ADN). Die Eurokraten müssen neue Nackenschläge hinnehmen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) am Sonnabend berichtet will Polen den Euro erstmal nicht. Die neue polnische Regierung habe den Spekulationen über einen raschen Eurobeitritt des Landes den Wind aus den Segeln genommen. Es wird der stellvertretende Regierungschef und Wirtschaftsminister Janusz Piechocinski zitiert. „Wir werden frühestens nach 2020 der Eurozone beitreten.“ Ähnlich habe sich die neue Regierungschefin Ewa Kopacz schon während ihres Antritsbesuchs in Berlin geäußert. In Polen liegt der Einführung des Euro neben den zu erfüllenden Konvergenzkriterien noch eine weitere Barriere im Weg: Eine neue Landeswährung bedarf einer Verfassungsänderung.

Ein weiterer Keulenschlag der EU-Gegner ist in Großbritannien zu registrieren. Sieben Monate vor der britischen Parlamentswahl hat die Partei der Euro-Skeptiker UKIP ihr erstes Mandat im Unterhaus bekommen. Der UKIP-Kandidat Douglas Carswell erzielte im Wahkreis Clacton bei Nachwahlen einen Erdrutschsieg. Mehr als 20.000 Stimmen erhielt er und damit 60 Prozent Zustimmung aller Wähler. „Die Regierenden können nicht länger so tun, als wüssten sie, was richtig ist für die Regierten. Vetternwirtschaft ist nicht der freie Markt. Bequeme Hinterzimmer-Politik ist keine sinnvolle Demokratie,“ erklärte der Wahlsieger. ++ (eu/mgn/11.10.14 – 283)

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