Berlin, 24. Dezember 2014 (ADN). Die Kirche segnet nie Gewalt und Krieg. Andererseits kann der Verzicht auf militärische Mittel dazu führen, dass unzählige Menschen sterben müssen. Um diesem Dilemma zu entgehen, so der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, in einem Interview der Weihnachtsausgabe der „Berliner Zeitung“, dürften die Kirchen die Politiker nicht im Stich lassen. Falsch und kritikwürdig sei es, für Rüstung Milliarden auszugeben und das Budget für Entwicklungshilfe zu kürzen. „Wir sagen aber auch: Zum Schutz wehrloser Menschen vor unmittelbar drohender Gewalt kann der Einsatz gewaltsamer Mittel legitim sein, innerstaatlich durch die Polizei, international durch UN-mandatierte Truppen“, erklärte der neue EKD-Vorsitzende und bayrische Landesbischof. Wer die Legitimität solcher Einsätze bestreite, von dem verlange er Alternativen, wie die Weltgemeinschaft künftig ein Versagen verhindert, das beim Völkerrmord in Ruanda Hunderttausende Menschen das Leben gekostet. ++ (mi/mgn/24.12.14 -357)

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