Berlin, 6. März 2015 (ADN). „Das Problem in Kenia ist, dass die USA das Land benutzen, um Somalia zu kontrollieren. Danach ist der somalische Terrorismus nach Kenia gekommen, und Kenia wurde noch autoritärer.“ Das erklärte der bis zum Jahr 2012 amtierende Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag (IStGH), Luis Moreno Ocampo, in einem von der Tageszeitung „der Tagesspiegel“ am Freitag veröffentlichten Interview. Er sei sich im Übrigen sicher, dass die Entscheidung, kenianische Truppen nach Kenia zu schicken, nicht nur in Kenia getroffen wurde – auch wenn das Parlament in Nairobi intensiv über die Bedrohung des kenianischen Tourismus durch somalische Piraten diskutiert hat.

Nach den Worten von Ocampo haben Uhuru Kenyatta und William Ruto die Wahl in Kenia gewonnen, obwohl sie vor dem IStGH angeklagt waren. „Die Wahlen verliefen friedlich. Dazu haben wir durch unsere Anklagen beigetragen“, so der hochdekorierte Jurist. So sei Kenia geholfen worden zu erkennen, das politische Gewalt bei und nach Wahlen nicht unabwendbar ist.  ++ (06.03.15 – 57)

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