Gera, 6. März 2013 (ADN). Ein Pulk von 15 Polizisten und Justizmitarbeitern versagte am Mittwoch in Gera interessierten Besuchern die Teilnahme an einem Verhandlungstermin im Amtsgericht Gera. In die Blockade war auch ein Pressevertreter einbezogen, der zur Berichterstattung aus Sachsen angereist war.  Der von den Uniformierten abgeriegelte Zugang des Amtsgerichtsgebäudes durfte nicht passiert werden. Während die Personalien der Bürger penibel aufgenommen wurden, weigerten sich sowohl die Mitarbeiter der Justiz als auch die Polizeibediensteten,  ihre Namen zu nennen. Sie seien ein „geschlossenes Polizeieinsatzkommando“, dessen Mitglieder sich nicht identifizieren zu lassen bräuchten. Es wurde lediglich der Nachname des Kommandoleiters Zimmermann offenbart. Dieser wiederum auf die Hintergründe des unverständlichen und illegalen Sperrgürtels angesprochen erwiderte: „Ich bin im Einsatz und habe keine Zeit,  auf  Fragen zu antworten !“. Das diffuse Treiben der Administration fand seine Fortsetzung, als der ebenfalls am Betreten des Amtsgerichts gehinderte Journalist ein klärendes Gespräch mit dem Pressesprecher des Amtsgericht verlangte. Als er sich auf den Weg zur Justizpressestelle in Haus 2 des Gerichts machte, formierte sich das Polizeikommando dort erneut und versperrte den Eingang. Kurzerhand wurde mitgeteilt, dass die Direktorin des Amtsgerichts Henn von ihrem Recht Gebrauch gemacht habe, allen anwesenden Bürgern Hausverbot zu erteilen.

Gegenstand des Gerichtstermins sollte ein Insolvenzverfahren sein, das seltsamerweise von niemandem eröffnet worden ist. Dennoch wurden dem von dem Verfahren Betroffenen und seinen Pächtern im Laufe der vergangenen Monate und Jahre zahlreiche Vermögenswerte und Immobilien ohne Rechtsgrundlage entwendet. Dazu gehörte ein Herde von 17 Bisons im Wert von rund zweieinhalb Millionen Euro. Der Verbleib der bis heute verschwundenen Zuchttiere ist bis in die Gegenwart ungeklärt. Der Geschädigte Matthias Theil aus Kaulsdorf hatte im Übrigen bereits am 11. Februar 2013 eine Einstweilige Verfügung gegen den Gerichtstermin beantragt. Diese blieb bis heute völlig unbearbeitet. Dennoch wurde der Gerichtstermin aufrechterhalten. 

Das rätselhafte Verhalten und das rigorose Vorgehen der Uniform-Träger nähren den Verdacht auf  korruptive Netzwerke, in die Mitarbeiter des Geraer Gerichts, der unberechtigt zum Insolvenzverwalter ernannte Rechtsanwalt Harald Hess aus Erfurt und andere Personen verwickelt sein könnten. Diese unheilige Allianz schmiede an dem Plan, Theil mit illegalen und mysteriösen Mitteln zu enteignen.  Er selbst bekommt seit anderthalb Jahren keinerlei Informationen mehr von Behörden, die sich in die Angelegenheit eingeschaltet haben.  Es geht dabei vor allem um ein 2, 5 Hektar großes Agrargelände, unter dem wertvolle Bodenschätze lagern. Auf diesen Flächen weideten auf Basis eines eingeräumten Nutzungsrechts die im Oktober 2011 geraubten Bisons, die Eigentum eines Tierzucht-Vereins sind.  ++ (kr/mgn/0603.13 – 060)

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