Archive für Beiträge mit Schlagwort: Apotheken-Umschau

München, 4. Oktober 2013 (ADN). Die Zahl ausländischer Ärzte nimmt in Deutschland stetig zu. Im vergangenen Jahr waren es 16 Prozent mehr. In den deutschen Krankenhäusern haben inzwischen sieben Prozent der Ärzte ausländische Wurzeln. Darüber berichtet die jüngste Ausgabe der „Apotheken-Umschau“. Der Zustrom komme aus dem Osten. An der Spitze steht Rumänien, woher einer Statistik der Bundesärztekammer zufolge 2.399 Mediziner stammen. Es folgen Griechenland, Russland, Polen, Ungarn, Syrien und Bulgarien.
Dagegen regt sich erheblicher Widerstand – vorwiegend in der Politik und in Berufsverbänden. Neue moderne Zunft-Barrieren werden aufgebaut. Die Gesundheitsminister der Bundesländer taten das im Juni dieses Jahres, indem sie Sprachtests für ausländische Ärzte anordneten. Vorbild ist Rheinland-Pfalz, wo seit August 2012 Sprachkurse Pflicht sind. Wer durchfällt, darf nicht als Mediziner arbeiten. Das betraf in Rheinland-Pfalz 40 Prozent der Interessenten.

Die Ärztekammern verteidigen die neuen Hürden. Die „Apotheken-Umschau“ zitiert Verbandsfunktionäre aus Mainz und Berlin. Ihr Hauptargument: Ohne Kommunikation in Deutsch sei die notwendige Kommunkation zwischen Patient und behandelndem Arzt erheblich gestört. Dieser Auffassung widersprechen Patientenvertretungen. So erklärte der Geschäftsführer der Unabhängigen Patientenvertretungen Deutschland, Dr. Sebastian Schmnidt-Kaehler, dass in 75.000 Beratungsfällen sprachliche Verständigungsschwierigkeiten nicht ein einziges Mal problematisiert worden sind. s++ (wi/mgn/04.10.13 – 271)

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Frankfurt am Main, 1. Oktober 2012 (ADN). Apotheken haben riesigen Zulauf.  Einer Untersuchung des Instituts für Handelsforschung Köln (IHF) zufolge werden die deutschen Apotheken täglich von 3,5 Millionen Kunden aufgesucht. Es geht ihnen dabei neben dem Abholen von Medikamenten und kompetenter Beratung auch um kostenfreie Informationschriften rund um die Gesundheit. Wie das Periodikum „Horizont“ in seiner jüngsten Ausgabe weiter mitteilt, kommen inzwischen 21 Prozent der Kunden – also jeder Fünfte – allein zu dem Zweck in die Apotheke, um sich eines der zahlreichen dort erhältlichen Gesundheits-Magazine geben zu lassen.  Die Apotheke werde auf diese Weise zum Gratiskiosk.

Wie die in Frankfurt am Main herausgegebene Zeitschrift für Marketing, Werbung und Medien weiter mitteilt, ist es für die Mehrzahl der Kunden selbstverständlich, in der Apotheke ein Gesundheitsmagazin kostenlos zu bekommen. Zitiert wird der IHF-Pharmaexperte Markus Preißner: „Sie erwarten in der Apotheke die beste und freundlichste Beratung, umgehende Verfügbarkeit der Arzneimittel, kostenlose Botendienste und Gesundheitsdienstleistungen – und eben kostenlose Zeitschriften. Viele haben sich daran gewöhnt und möchten diesen netten Service nicht mehr missen.“

Die eigentlichen Kosten für dieses freundliche Rund-um-Service-Paket tragen die Apotheken und deren Inhaber. Laut IHF-Studie zahlen die Apotheker 60 Cent für jedes abgegebene Exemplar.  46 Prozent der Apotheken verteilen pro Monat zwischen 501 und 1.000 Print-Produkte. Für jede Apotheke entstehen dadurch im Jahresdurchschnitt Zusatzkosten in Höhe von 5.000 Euro.  Hochgerechnet auf alle deutschen Apotheken beziffert das Institut den Vertriebswert dieser Art der Verteilung von Kundenzeitschriften auf jährlich mehr als 100 Millionen Euro.

Von der Mutation der Apotheke in eine Schalt-Zentrale der Gesundheitskommunikation profitieren einseitig die Verlage. Einer der größten ist der Wort & Bild Verlag in Baierbrunn bei München. Allein die verkaufte Auflage eines seiner zahlreichen Medien – die „Apotheken-Umschau“ – beträgt 9,8 Millionen Stück. Die Reichweite beträgt nach Berechnungen einer Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse (AWA) für das Jahr 2012 sogar 13,1 Millionen Leser. ++ (ge/mgn/01.10012 – 279)

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