Zürich/Rom, 7. Januar 2013 (ADN). „Zu den heute am meisten bedrohten sozialen Rechten und Pflichten gehört das Recht auf Arbeit. Das ist dadurch bedingt, dass in zunehmendem Mass die Arbeit und die rechte Anerkennung des Rechtsstatus  der  Arbeiter nicht angemessen zur Geltung gebracht werden, weil die wirtschaftliche Entwicklung vor allem auf der völligen Freiheit der Märkte basiert.“ Das erklärte Papst Benedikt XVI. in seiner Neujahrsbotschaft zur Feier des Weltfriedenstages 2013, die am  Montag in der schweizerischen Wochenzeitung „Zeit-Fragen“ veröffentlicht wurde. So werde die Arbeit als eine abhängige Variable der Wirtschafts- und Finanzmechanismen angesehen. Der Papst betonte in diesem Zusammenhang, dass die Würde des Menschen sowie die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Erfordernisse verlangen, allen Zugang zur Arbeit zu verschaffen und für den Erhalt ihrer Arbeitsmöglichkeit zu sorgen. Das habe Priorität. Damit bekräftigt Benedikt XVI.  Aussagen seiner „Enzyklika Caritas in veritate“ vom 22. Juni 2009.  Voraussetzung dafür sei eine neue, auf ethischen Prinzipien und geistigen Werten beruhende Sicht der Arbeit.  Dabei stehe sie als fundamentales Gut für die Person, die Familie und die Gesellschaft im Vordergrund. Mutige und neue Formen der Arbeitspolitik seien notwendig.

In der päpstlichen Botschaft unter dem Titel „Selig, die Frieden stiften“ wird darauf hingewiesen, dass es eines neuen Entwicklungs- und Wirtschaftsmodells bedürfe, um das Gut Frieden zu schaffen. „Sowohl eine ganzheitliche, solidarische und nachhaltige Entwicklung als auch das Gemeinwohl verlangen eine richtige Werteskala, die aufgestellt werden kann, wenn man Gott als letzten Bezugspunkt hat“,  heißt es in dem Dokument des Oberhirten der katholischen Kirche. Andernfalls verlören solche Werte ihre Bedeutung und würden zu neuen Götzen. ++ (so/mgn/07.01.13 – 007)

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