Archive für Beiträge mit Schlagwort: Belgrad

Skopje/Belgrad, 10. Mai 2015 (ADN). Viele in Mazedonien glauben, dass in Kumanovo ein interethnischer Konflikt inszeniert wird. Damit versuche die Regierung von den politischen und sozialen Problemen im Lande abzulenlenken, weelche sie zunehmend bedrängten. Das telte der Korrespondent der „Neuen Zürchen Zeitung“ (NZZ), Anderas Ernst, in deren online-Ausgabe am Sonntagabend aus Belgrad mit. Dem mazedonischen Geheimdienst, den ein Cousin von Regierungschef Nikola Gruevski leitet, werde das zugetraut.

Ernst schreibt weiter: „Die Opposition veröffentlicht seit Monaten tröpfchenweise Anhörprotokoller, welche die korrupte und zynische Herrschaftspraxis zeigen, mit der sich die regierende VMRO-Partei und ihr albanischer Juniorpartner seit neun Jahren an der Macht halten. Dagegen hat sich in Skopje eine Protestbewegung von Bürgern gebildet, die  – erstmals in der Geschichte des Landes – multiethnisch ist.“++ (kr/mgn/10.05.15 – 106)

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Belgrad, 11. April 2015 (ADN). Widerstand ist möglich und muss nicht in langweiligen Sitzblockaden bestehen. Dieser Erkenntnis folgend entschied sich der serbische Student der Meeresbiologie Srda Popovic als Guru globaler gewaltfreier Revolutionen Karriere zu machen. Darüber berichtet die jüngste Ausgabe der Wochenzeitung „der Freitag“. Er gründete die Widerstandsgruppe „Otpor“, die maßgeblich zum Sturz von Slobodan Milosevic im Jahr 2002 beigetragen hat. 2003 hat Popovic das Zentrum für angewandte gewaltlose Aktionen und Strategien (CANVAS) ins Leben gerufen. Sein Sitz ist in Berlgrad und berät prodemokratische Aktionen in mehr als 30 Ländern. Dazu zählen die Initiativen der Orangenen Revolution in der Ukraine 2004 und die ägyptische Jugendbewegung 6. April. Zu den Unterstützern von CANVAS gehört die von dem ehemaligen CIA-Direktor James Woolsey geleitete Nichtregierungsorganisation Freedom House und das Open Society Institute von George Soros. Den Erfolg von CANVAS bestätigt eine Untersuchung. derzufolge gewaltfreie Kampagnen in 53 Prozent und militante nur in 26 Prozent der Fälle gelungen sind. ++ (re/mgn11.04.15 – 84)

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Belgrad, 17. August 2014 (ADN). In der Ostukraine kämpfen Serben an der Seite der Separatisten. Nach Angaben der Belgrader Regierung sind sie nicht die einzigen, die in der Ukraine aktiv sind. Wie die „Deutsche Welle“ am Sonntag weiter berichtet, hat Premier Aleksandar Vucic auf einer Pressekonferenz seine Landsleute zur Rückkehr nach Serbien aufgefordert.

Anführer der serbischen Tschetnik-Milizen ist der 39jährige Bratislav Zirkovic. Seine Präsenz in der Ostukrainie begründet er mit den Worten, „das russische Brudervolk zu verteidigen“. Nach Informationen aus der prorussischen Volkswehr der Republik „Neurussland“ im Osten der Ukraine haben die serbischen Freiwilligen eine Offensive der ukrainischen Armee nahe Luhansk abgewehrt. Die Separatisten meldeten, dass zwei Panzer und weiteres Militärgerät samt Besatzung vernichtet worden seien.

Unter dem Namen „Tschetnik“ nahmen im Zweiten Weltkrieg serbische Guerilla-Bewaffnete an den Kämpfen auf dem Balkan teil. Die derzeit in der Ukraine befindliche Enheit besteht aus 46 Mann. Dazu gehören auch Russen und ein Bulgare. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti stehen in der Ostukraine an der Seite der Separatisten neben Russen, Tschetschenen und Kosaken sogar zwei „antifaschistische“ Freiwillige aus Spanien und einer aus Tschechien. ++ (mi/mgn/17.08.14 – 228)

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Belgrad, 10. Mai 2013 (ADN). Der Wert des im April geschlossenen Abkommens zwischen Serbien und Kosovo besteht darin, dass es sich nicht mit der Statusfrage beschäftigt. Der Dialog war statusneutral und Serbien hat Kosovos Unabhängigkeit nicht anerkannt. Das erklärte Serbiens Ministerpräsident Ivica Dacic in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“. Das Problem bleibe daher bestehen, obwohl Pristina das als erledigt betrachte, weil Kosovo von einigen westlichen Ländern anerkannt wurde. Eines Tages werde Kosovo erneut mit Serbien reden müssen, denn die Frage der Unabhängigkeit stehe in unmittelbarem Zusammenhang mit der Frage einer Mitgliedschaft in internationalen Organisationen wie der UNO.

Nach Ansicht von Dacic liegt die zentrale Bedeutung des Abkommens darin, dass Dialog zum Erfolg führen kann, neue Beziehungen aufbaubar sind und einander Verständnis entgegengebracht wurde. Dadurch habe sich auch die Wahrnehmung Serbiens durch den Rest der Welt geändert. Die Vereinbarung, in der Polizei und Justiz dem Kosovo zugeordnet werden, ziele auf die Normalisierung des Alltagslebens und nicht auf die Anerkennung Kosovos als souveräner Staat. Kosovo bleibe Teil des verfassungsmäßigen und rechtlichen Systems Serbiens. Bis zu einer dauerhaften Lösung erhalten die Serben nach Aussage ihres Regierungschefs in Kosovo eine Gemeinschaft von Gemeinden einschließlich Polizei und Justiz sowie Kompetenzen in den Bereichen Wirtschaft, Erziehung, Raumplanung und Gesundheitswesen auf dem von ihnen bewohnten Gebiet. Der regionale Polizeikommandant werde Serbe sein und das zweitinstanzliche Gericht aus serbischem Personal bestehen. Dieses Territorium zu betreten, bleibe der kosovarischen Armee untersagt. Nur im Fall von Naturkatastrophen dürfe das Militär Kosovos – mit Erlaubnis der Kfor und der lokalen serbischen Gemeindevorsteher – in dieses Gebiet. Er persönlich hält den Gebietsaustausch zwischen albanisch dominierten Regionen in Südserbien gegen den serbisch dominierten Norden Kosovos für die beste Lösung, um endgültig und schnell Stabilität zu schaffen. Das sei jedoch seine individuelle Ansicht, nicht die offizielle in Belgrad. Dem würden sowohl die Serben als auch die Albaner zustimmen.

„Dennoch haben die westlichen Staaten negativ auf diesen Vorschlag reagiert. Sie sagen, dass sie keine Grenzänderung wollen – obwohl es ja gerade diese Staaten waren, die mit der Anerkennung Kosovos eine Grenzänderung akzeptieren. Sie fürchten, dass das Beispiel andernorts Schule machen könnte,“ betonte Dacic gegenüber der Schweizer Tageszeitung ++ (vk/mgn/10.05.13 – 124)

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