Frankfurt am Main, 1. Februar 2013 (ADN).  Eine weiter wachsende Menschheit, die um schwindende Ressourcen konkurriert, lässt die Weltkarte der Konflikte unübersxchaubar werden. Das Resümee zu Beginn des Monats Februar in der „Frankfurter Allgemeinen“ tendiert zu tiefem Pessimismus. Bernhard Kohler watet in seinem Leitartikel tief  durch die globale Sumpf-Mixtur, deren Komponenten Krieg und Frieden nicht mehr voneinander trennbar scheinen. Seit sich auch die arabische Welt vom Eispanzer der Diktatur befreit habe, werde dem Westen schon beim Blick in den Süden schwindelig. „Im Chaos nach dem Zusammenbruch der autoritären Regimes trachten Volksgruppen, Stämme, Banden und Familienclans danach, ihre Einflusssphären zu vergrößern und sich ein möglichst großes Stück von dem Nachlass der vertriebenen Pharaonen zu sichern. Es tobt ein Kampf um Macht und Geld, bei dem alte Rechnungen beglichen und neue Feindschaften begründet werden.“ Und das alles nach dem angeblichen Ende des Zeitalters der Ideologien ? So endet die ziemlich planlose Selbstbefragung in der längst bekannten Erkenntnis, dass das seinen Frieden und Wohlstand genießende Europa essentielles Interesse daran habe, den Rest der Welt nicht in Krieg und Elend versinken zu lassen.  Als wesentliche Gründe dafür werden Rohstoffe, Absatzmärkte, Migration und Terrorismus genannt. Wem soll Deutschland angesichts dieser Wirrnis helfen, an die Macht zu kommen ? So lautet die ratlos gestellte rhethorische Frage.

Eine denkbar kurze Antwort wäre: niemandem ! Die Bundesrepublik Deutschland hat nämlich selbst ausreichend vor der eigenen Tür zu kehren. So fehlt ihr schon eine Grundvoraussetzung, mit solchen Erwägungen global hausieren zu gehen – ein Friedensvertrag. Er fehlt immer noch und das seit fast sieben Jahrzehnten. Bislang ist er 68 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zwischen Siegern und Besiegten noch nicht zustande gekommen. Aus Vergesslichkeit oder mit Absicht – das allerdings lässt der Autor des Beitrags nicht nur völlig außer Betracht.  Es ist für ihn gar kein Aspekt, der zu würdigen wäre.  ++ (mr/mgn/01.02.13 – 026)

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