Archive für Beiträge mit Schlagwort: Blogger

Köln, 11. Mai 2014 (ADN). Eine grundlegende Änderung ist in der deutschen Berichterstattung bisher nicht zu erkennen. Diese düstere Prognose gab David Goeßmann am Wochenende im Deutschlandfunk ab. Putins „Griff nach der Ukraine“ sei weiter Subtext vieler Schlagzeilen und Artikel. Kritische Stimmen zum Vorgehen der ukrainischen Übergangsregierung in der Ostukraine, zur eskalierenden Rolle des Westens  und zu den ökonomischen und militärischen Interessen von USA und EU bleiben Mangelware. 

Als jüngsten Anlass für seine Einschätzung benennt der Autor das Massaker an 40 russischstämmigen Demonstranten, die in einem Gewerkschaftshaus in Odessa verbrannt wurden. Bundesdeutsche Medien unterließen es, über Hintergründe zu berichten. Das löste erneut einen Sturm der Entrüstung beim Publikum aus. Diese „Rebellion der Leser“ findet Verständnis bei ausgewiesenen Russlandkennern wie der ehemaligen ARD-Korrespondentin in Moskau, Gabriele Krone-Schmalz. Wie Blogger und Friedensaktivisten weist sie ostentativ auf die Miss-Stände der medialen Widerspiegelung über diesen vielschichtigen Konflikt in Europa hin.

Ein besonders eindrucksvolles Bild für den Zwiespalt zwischen der Meinung breiter deutscher Bevölkerungsschichten und Vertretern dominanter Medienhäuser bot Bernd Ulrich von der Wochenzeitung „Die Zeit“ im Fernsehen bei der Diskussion der sonntäglichen Sendung „Presseclub“.  Seinen mehrfachen Äußerungen über die Auffassung „der Deutschen“ widersprach eine Zuhörerin heftig.  Er fühlte sich bemüßigt, zurückzurudern und seinen Beitrag als persönliche Einzelmeinung zu qualifizieren. ++ (me/mgn/11.05.14 – 130)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Berlin, 18. Dezember 2013 (ADN). Im Jahr 2013 wurden 71 Journalisten sowie 39 Blogger und Bürgerjournalisten getötet. 87 Journalisten wurden entführt. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Es gab 826 Festnahmen von Pressevertretern. Diese Zahlen gehen aus dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Jahresbericht 2013 der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) hervor. Zu den am stärksten von den Verletzungen der Pressefreiheit betroffenen Ländern zählen ROG zufolge China, Eritrea, die Türkei und Syrien. Dort sitzen die meisten der 178 weltweit inhaftierten Medienvertreter im Gefängnis. ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff verweist desweiteren auf eine Zunahme von Angriffen und Drohungen gegen Journalisten. Namentlich weiterhin in der Jahresbilanz „Reporter ohne Grenzen – Für die Informationssfreiheit“ für 2013 genannte Schauplätze, in denen der unabhängige Journalismus besonders radikal bekämpft und verfolgt wird, sind ausschließlich Schwellen-Länder und als Entwicklungsländer bezeichnete Staaten der Erde. Über die Lage des Journalismus in den scheinbar zutiefst demokratisch geordneten Ländern und Regionen beispielsweise in Europa und Nordamerika ist in dem Bericht nichts zu finden.

Insofern ist eine Anmerkung zu der Zahlenerhebung besonders aufschlussreich. Sie lautet auf Seite vier des 13-Seiten-Reports: „Fälle, in denen Journalisten aus anderen Gründen, etwa wegen ihres politischen oder sozialen Engagements, verfolgt werden, sowie Fälle, die wegen fehlender Informationen noch nicht eindeutig geklärt werden konnten, fließen nicht in die Statistik ein.“ Dieser Hinweis deutet darauf hin, dass mit einer erheblichen Dunkelziffer zu rechnen ist, die durchaus nicht prononciert genannte Staaten betreffen kann. Es dürfte in Zukunft also darum gehen, auch diese bestehenden weißen Felder unter die Lupe zu nehmen und zu vermutende gravierende Lücken analytisch zu füllen. ++ (me/mgn/18.12.13 – 346)

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München, 10. Oktober 2013 (ADN). Die deutschsprachige Ausgabe der US-amerikanischen „Huffington Post“ (HoffPost) ist am heutigen Donnerstag in Deutschland gestartet. Das neue Medienprojekt, das weltweit rund 700 Redakteure beschäftigt, beginnt in Deutschland mit 15 Mitarbeitern. Wie ihr Chef, Oliver Eckert, in einem Interview mit der aktuellen Ausgabe der Wochenpublikation „textintern“ mitteilte, gehören zu den Gastautoren Ärzte, Architekten, Juristen, Manager, Wissenschaftler, Hausfrauen und Lehrer. 50.000 Blogger seien auf der ganzen Erde an den Veröffentlichungen der „Huffington Post“ beteiligt. Dass sie alle kostenlos schreiben, darin bestehe das neuartige Geschäftsnmodell. Es habe „mit Focus Online und AOL zwei starke Partner, die beim Start auf das neue Angebot an vielen Stellen verlinken werden“. Zu Beginn würden etwa 60 Gastautoren auf der Website zu lesen sein.
Die Motivation, mit Beiträgen dabei zu sein, ist nach den Worten von Eckert sehr unterschiedlich. Einige wollen sich als Experten positionieren, andere nehmen einfach aus Lust am Schreiben teil.

„2018 wollen wir mit der deutschsprachigen Huffington Post auf dem selben Niveau liegen wie Focus Online heute. Dann gehören wir zu den Top 5 der News-Portale in Deutschland“, so Eckert. Die Profitabilität soll innerhalb von zwei Jahren eintreten.
Focus Online erwirtschaftet derzeit einen Netto-Umsatz von zehn bis 15 Millionen Euro jährlich und hat neun Millionen Besucher pro Monat. Vor drei Jahren gab es noch Verluste.

Im Jahr 2005 gründete die griechischstämmige Namensgeberin und Chefredakteurin Arianna Huffington das Nachrichtenportal. Sechs Jahre später verkaufte sie es für 315 Millionen US-Dollar an den Internet-Konzern AOL. Seitdem wird eine internationale Expansionsstrategie verfolgt. Ableger gibt es bereits in Großbritannien, Frankreich, Kanada, Spanien und Italien. „In den USA gehört der Blog zu den größten einflussreichsten Publikationen, rund 80 Millionen Besucher lesen jeden Monat aktuelle Themen und Meinungen aus Politik, Unterhaltung, Technik, Musi und Mode,“ schreibt „texxtintern“. Im New Yorker Newsraum der ersten kommerziellen Online-Zeitung, die 2012 den Pulitzer-Preis erhalten hat, sind 300 Redakteure tätig.
In den nächsten 18 Monaten sollen drei Spezialportale der HoffPost eröffnet werden. Beispielsweise in den Bereichen Auto, Mode und Finanzen. ++ (me/mgn/10.10.13 – 277)

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Karlsruhe, 4. Mai 2013 (ADN). Wenn sich die Menschen als ergebnisoffene Entwicklungswesen begreifen, dann ist der Konsum Mittel zum Zweck.Betrachtet man die Mitmenschen hingegen als Reiz-Reaktionswesen – wie zu konditionierende Tiere – dann wird der Mensch zum Mittel, um die Wirtschaft florieren zu lassen. Das erklärte die lebende Unternehmerlegende Götz Werner in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift „alverde“ in einer Kolumne. Um ein Menschenbild in einem menschenwürdigen Sinne zu formen seien freie und unabhängige Medien erforderlich. Es wäre vermessen zu glauben, Händler könnten in ausreichender Form und Fülle informationen und Meinungen verbreiten. Dazu brauche es freier Medien und ambitionierte Blogger sowie Rundfunk- und Fernsehsender, die unabhängig von Werbekunden recherchieren, dokumentieren und berichten können. „Tief, umfassend, gründlich und eben keine schnellen und vergänglichen News, bei denen täglich ‚eine neue Sau durchs Dorf gejagt wird'“, stellt Werner fest. Andererseit benötige das mündige freiheitswillige Menschen, die – ob als Konsumenten oder als Bürger – solche Informationen auch wollen. Es sei immer schwieriger, ein Publikum zu finden, das etwas Neues erfahren möchte. Die Menschen wollten viel lieber ihre Vorurteile bestätigt sehen.

„Freie Meinungsäußerung ist ohne freie Willensbildung nicht möglich. Anders herum verhält es sich genauso. Die Freiheit zu beidem ist ein Privileg unser abendländischen Kultur“, erklärte der Unternehmensgründer. Das verkörpere ein Grundrecht. Immer mehr Journalisten und Blogger seien bereit, über Neues nachzudenken und darüber zu berichten. Sinnvolle Informationen zu verbreiten, sei ohne freie Medien nicht möglich.ar ein langer Weg bise kri“ um verantwortungsvollen und nachhaltigen Konsum zu gewährleisten.++ (me/mgn/04.05.13 -118)

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Berlin, 21. Dezember 2012 (ADN). 88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden in diesem Jahr bei ihrer Arbeit getötet. Das teilte die Vereinigung „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) Mitte dieser Woche in Berlin mit. Das sei ein Anstieg um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und die höchste Zahl seit die Organisation im Jahre 1995 zum ersten Mal eine Jahresbilanz veröffentlicht hat. „Zu den enorm hohen Opferzahlen haben vor allem der Syrien-Konflikt, die Gewalt der Taliban in Pakistan und der Bürgerkrieg in Somalia beigetragen“, erklärte ROG-Vorstandssprecher Michael Radiske. Andere wurden duch mafiöse Banden, militante Islamisten oder im Auftrag hochrangiger Staatasbeamter umgebracht.  879 Journalisten wurden festgenommen, 1.993 angegriffen und bedroht.

Trotz der Resolution 1738 des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 2006, mit der Journalisten und Medienmitarbeiter in bewaffneten Konflikten unter besonderem Schutz stehen, bleibt oft tödliche Gewalt die größte Bedrohung für die Meinungs- und Pressefreiheit welweit.

„Reporter ohne Grenzen“ zählt in dieser Statistik lediglich Journalisten, Blogger und Medienmitarbeiter, die in direktem Zusammenhang mit ihrer journalistischen Arbeit getötet, angegriffen oder verfolgt werden. Fälle, in denen Journalisten aus anderen Gründen – etwa wegen ihres politischen oder sozialen Engagements – verfolgt wurden, fließen nicht in die Statistik ein. Das gilt auch für Vorgänge, die wegen fehlender Informationen noch nicht eindeutig geklärt werden konnten. ++ (md/mgn/21.12.12 – 361)

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