Archive für Beiträge mit Schlagwort: Eon

München, 2. Juni 2015 (ADN). „Bei der Aktionärsdemokratie verhält es sich so ähnlich wie in der richtigen Demokratie: Es gibt offenbar nicht genug Anreize, sich einzubringen.“ Dieses Fazit zieht die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag. So hätten an den diesjährigen Hauptversammlungen der Dax-Konzerne im Vergleich zu den Vorjahren erneut weniger Aktionäre teilgenommen, um über die Vorschläge des Managements oder die Entlastung von Vorständen und Aufsichtsräten abzustimmen. Die aktuelle Saison der Hauptvertsammlungen endete erst vor wenigen Tagen mit der Deutschen Post und Bayer. 

Die Feststellungen der Tageszeitung basieren auf Untersuchungen des Beratungsunternehmen Barkow Consulting. Es hatte ermittelt, dass die Aktien-Präsenz gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,5 Prozent auf 56,4 Prozent gesunken ist. Das sei zwar noch kein Drama. Jedoch habe dieser Wert 2012 noch bei 60, 6 Prozent gelegen, in den Jahren zuvor noch viel höher. Als Negativ-Beispiel wurde die Deutsche Bank genannt, an deren Abstimmung über die Führungsriege nur 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien teilgenommen hatten. Ähnlich niedrige Präsenzen waren auch beim Düngemittelhersteller Kali + Salz und beim Energiekonzern Eon zu verzeichnen. Hohe Quoten wurden bei Volkswagen (91 Prozent), bei Henkel (89 bProzent) und bei Continental (81 Prozent) registriert. ++ (dk/mgn/02.06.15 – 130)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gm,ail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Werbeanzeigen

München, 20. September 2013 (ADN). Ein drittes Gutzachten ist nötig, um die Außenstehenden kaum nachvollziehbare Forderung eines Gesamtbetriebsrates bei Siemens zu klären. So sieht es die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Freitagausgabe bei dem Versuch, die Personalpolitik des deutschen Großkonzerns zu bewerten. Danach will der neue Persunalchef Klaus Helmrich begutachten lassen, ob das Unternehmen seinem Aufsichtsratsmitglied und Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Lothar Adler weiterhin für eine Wohnung in München 750 Euro pro Monat plus Nebenkosten bezahlt oder nicht. Vorangegangen seien bereits zwei Gutachten, allerdings mit jeweils unterschiedlicher Aussage. Das dritte Gutachten soll nun die Erkenntnis bringen, ob Adler überhaupt bei Siemens bleiben kann oder nicht. Er wird nämlich demnächst 65 Jahre alt, müsste nach den innerbetrieblichen Siemens-Regeln eigentlich gehen, will dies jedoch nicht.

Laut „Süddeutscher Zeitung“ ist der firmeninterne Konflikt das jüngste Glied einer bereits langen Kette von Personalquerelen. Dafür stehen die plötzliche Ablösung von Konzernchef Peter Löscher und und von Personalchefin Brigitte Ederer. Nun soll ein neuernannter Vizechef des Aufsichtsrates für „ruhige See“ in den Führungsetagen sorgen. Es ist der Multifunktionär Werner Wenning, der bereits in den Chefgremien bei Bayer, Talanx, Henkel, Freudenberg, Deutsche Bank und Eon sitzt. Ob ein solcher Sammler von Führungspositionen geeignet und fähig ist, das Personaltableau an der Siemens-Spitze zu harmonisieren, dürfte zu Recht in Zweifel gezogen werden. ++ (wi/mgn/20.09.13 – 258)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com