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Budapest, 1. November 2014 (ADN). Es gibt in Ungarn oppositionelle Internet-Seiten, Oppositionspresse sowie Fernsehsender und Rundfunkstationen, die sehr kritisch mit der Regierung umgehen. Das sagte der Politikwissenschaftler Zoltan Kiszely von der Janos-Kodolanyl-Universität Budapest am Sonnabend im Deutschlandfunk. Insofern seien die Proteste gegen die Internet-Steuer seiner Meinung nach Zeugnisse der Furcht der jungen Leute, ihr Lieblingsspielzeug wegen der zu großen finanziellen Belastung zu verlieren. Nur das habe die Regierung geplant. Natürlich nicht eine technische Begrenzung des Internets, wie es in China oder in anderen Staaten vorgesehen ist. Inzwischen gehe zudem die Großelterngeneration in die sozialen Netzwerke des Internets, um den Kontakt zu den Angehörigen im Ausland aufrecht zu erhalten. Per Telefon ist das zu teuer. Immerhin arbeiten rund 400.000 Ungarn außerhalb der Landesgrenzen. Dieser finanzielle Aspekt sei auch für die Jugendlichen ausschlaggebend, die sich im Internet Filme ansehen und Musik hören.

Weiter urteilt der Wissenschaftler über die Proteste gegen die inzwischen wieder stornierte Internet-Steuer: „In Ungarn ist die öffentliche Demokratie, das heißt das Gemeinwohl – Verfassungsgericht, Medienfreiheit – nicht so interessant. Für den Durchschnittsmenschen spielt das keine wichtige Rolle, wie die Befugnisse dieser Instanzen sind. Für die meisten Ungarn zählt die persönliche Freiheit, die Privatsphäre; deswegen haben sich so viele darüber aufgeregt.“ ++ (me/mgn/01.11.14 – 304)

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Leipzig, 28. Dezember 2012 (ADN). Das baskische Kulturinstitut Etxepare finanziert ab Frühjahr 2013 Lehrveranstaltungen der baskischen Sprache an der Universität Leipzig. Wie die sächsische Hochschule am Freitag weiter mitteilte, werden für das Lektorat pro Jahr 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Nach Aussage von Prof. Carsten Sinner, Leiter des Insituts für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) der Universität Leipzig, versprechen sich die Basken davon eine bessere Wahrnehmung ihrer Kultur und Sprache in Deutschland.

Das IALT ermöglicht mit diesem Lektorat Lehrveranstaltungen zur baskischen Sprache, Kultur, Literatur, Film und Landeskunde innerhalb diverser Bachelor- und Masterstudiengängen an der Universität Leipzig. Lektor ist der Muttersprachler Unai Lauzinika, der selbst auch der deutschen Sprache mächtig ist. Neben dieser Minderheitensprache, die in Spanien und Frankreich von rund 800.000 Menschen gesprochen wird, stehen die Lehrfächer Sprachpolitik und Soziolinguistik auf dem Programm. Am Unterricht können Studenten, Universitätsmitarbeiter und außenstehende Interessenten teilnehmen. Letzere schreiben sich dann als Gasthörer ein.

Die Universität Leipzig, an der bereits erfolgreich Katalanisch- und Galicisch-Kurse praktiziert werden, ist mit diesem Bildungsangebot der drei Minderheitensprachen europaweit die einzige Hochschule. Am Ende der Sprachausbildung am IALT gibt es entsprechende Zeugnisse und Abschluss-Dokumente. In Galicien und Katalonien werden diese Lehrveranstaltungen als Zukunftsmodell eingestuft.  ++ (dp/mgn/28.12.12 – 368)

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