Archive für Beiträge mit Schlagwort: Japan

Mexiko-Stadt, 11. Juli 2015 (ADN). Länder wie Australien, Japan, Spanien und Italien wurden von der mexikanischen Regierung um Unterstützung im Kampf gegen das Drogenkartell „Jalisco Neue Generation“ (CJNG) gebeten. Darüber berichtet das Nachrichtenportal amerika21.de am Sonnabend. Untersuchungen hätten ergeben, dass sich in den genannten Staaten Finanzquellen des Kartells befinden. „Die Enthüllungen bieten Einblicke in die Machtstruktur des um 2010 entstandenen Kartells. In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Finanzexperten deckte die Abteilung für organisierte Kriminalität der mexikanischen Staatsanwaltschaft (Seido) geheime Bankkonten auf. Diese belegen den Verkauf von synthetischen Drogen nach Afrika, Asien und Amerika. Allein in den USA sollen lauf Seido ein Viertel der Transaktionen des Kartells durchgeführt worden sein,“ schreibt amerika.21.de weiter. Dabei baue das CJNG seine Macht immer weiter aus und übernehme Geschäfte, die zuvor noch das Kartell der Tempelritter bestimmt hatte. Dafür habe die kriminelle Vereinigung weltweit legale Firmen für die Steuerung ihrer Finanzströme und des Handels mit illegalen Substanzen gegründet. ++ (ch/mgn/11.07.15 – 150)

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Moskau, 14. Mai 2014 (ADN). Das Ende der Kooperation der ehemaligen Supermächte im Weltraum naht. Das kündigte Russlands Vizepremierminister Dimitri Rogosin in Moskau an, teilt  Zeit.de am Mittwoch mit. Das Finale soll im Jahr 2020 stattfinden. Moskau gebe „anderen Projekten im Kosmos“ den Vorzug. Die Entscheidung sei eine Folge der US-Sanktionen im Ukraine-Konflikt. Dem 50jährigen Rogosin untersteht die Weltraumagentur Roskosmos direkt.

Anfang April hatte die amerikanische Weltraumbehörde NASA ebenfalls in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos selbst eingeschränkt. NASA-Mitarbeiter durften nicht mehr nach Russland reisen, E-mail-Kontakte und Telefonkonferenzen mit russischen Partnern wurden verboten. Einzige Ausnahme: Das Zusammenwirken auf der Raumstation ISS.

Jüngst waren sich alle an der ISS Beteiligten noch einig gewesen, das Projekt zu verlängern. Die Internationale Raumstation ISS wird von Russland, den USA, der europäischen Weltraumagentur Esa sowie von Kanada und Japan geleitet. Im Januar 2014 hatten die USA das Geld für Raumfahrtmissionen bis 2024 freigegeben. Nach NASA-Angaben ist der technische Betrieb der ISS bis zum Jahr 2028 möglich.

Wie das Nachrichtenportal http://www.gerhardkowalski.com informiert, sind vor dem Hintergrund der massiven Reaktion Russlands in der Nacht zum Mittwoch drei Astronauten nach 188 Tagen im All von der ISS zur Erde zurückgekehrt. Das Raumschiff „TMA-11M“ mit dem Russen Michail Tjurin, dem US-Amerikaner Rick Mastraccchio und dem Japaner Koichi Wakata landete sicher und planmäßig 3.58 Uhr deutscher Zeit rund 147 Kilometer südöstlich der Stadt Dsheskasgan in Kasachstan. Bis zur Ankunft der Folgebesatzung am 28. Mai 2014, zu der Alexander Gerst als insgesamt elfter deutscher Weltraumfahrer gehört, arbeiten der Amerikaner Steven Swanson sowie die beiden Russen Alexander Skworzow und Oleg Artemjew an Bord der ISS.

Nach Informationen des auf Luft- und Raumfahrt spezialisierten Portals ist jedoch unklar, ob sich die neue russische Haltung unmittelbar auf die Mitnahme von US-Astronauten zur ISS auswirkt. Zitiert wird aus dem neuen russischen Weltraumprogramm, das am Dienstag von Roskosmos publiziert wurde. Dem sei zu entnehmen, dass die internationalen Verpflichtungen „bedingungslos“ erfüllt werden.  ++ (fo/mgn/14.05.14 – 133 )

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Seoul, 15. April 2014 (ADN). Koreas Teilung in zwei Staaten jährt sich im nächsten Jahr zum 70. Mal. Die Euphorie, das Weltereignis „Deutsche Einheit“ auf andere Regionen und Staaten – auch auf Korea – überspringen zu lassen, ist mehr als abgekühlt. Eiskalte Berechnungen lassen die Hoffnung der Koreaner auf Annäherung im Permafrost erstarren. Allein ein in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Dienstag angestellter Vergleich lässt mutlos werden. So betrug das Pro-Kopf-Sozialprodukt der Bundesrepublik Deutschland vor der Wiedervereinigung das 1,7fache der DDR. Das südkoreanische Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt dagegen das 28fache des nordkoreanischen. Allein diese Einkommenslücke scheint unüberwindbar.  Wie Autor Kiyoyuki Uchiyama, Büroleiter der wichtigsten japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ in Seoul, weiter schreibt, würde der soziale Ausgleich den Löwenanteil der Kosten  nach einer Wiedervereinigung Koreas ausmachen.  Seouls Wiedervereinigungsministerium rechnet mit jährlichen Kosten von 2,757 Trillionen Won. Um das einigermaßen zu schultern, müsste die Mehrwertsteuer von derzeit 10 auf 25 Prozent erhöht werden. Solche Daten lassen die Neigung zu Wiedervereinigung gerade bei jungen Leuten deutlich sinken.

Aber sind die Kosten alles und ein unüberwindliches Hindernis ? Aus purer kapitalistischer Sicht ist dem so. Dass es anders geht, beweist eine Wiedervereinigung, die als solche im Westen einfach ausgeklammert und nicht anerkannt wird. Die Verschmelzung der Krim mit Mütterchen Russland ist nämlich eine hochemotionale. Aspekte des Geldes sind zweitrangig. Genau deswegen hat Russlands stellvertretende Regierungschef  Igor Schuwalow bei seinem jüngsten Auftritt in Deutschland und dessen Industrievertretern so viel fragende Blicke über seine treffenden Bemerkungen zu diesem Thema geerntet.  Eine Vereinigung wird im Osten offenbar als überwiegend menschliche Angelegenheit betrachtet und nicht als Geschäftschance und finanzieller Zusatzprofit, wie das Westdeutsche bei der Übernahme der mitteldeldeutschen Territorien voraussetzten.  ++ (vk/mgn/15.04.14 – 104)

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Moskau, 27. März 2014 (ADN). Trotz des harten Sanktionskurses der USA gegen Russland wegen der Ereignisse in der Ukraine und auf der Krim geht die Kooperation in der Raumfahrt zwischen der US-Raumfahrtbehörde NASA und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos ungestört und stabil weiter. So entrichten die USA für den jüngsten, am Dienstag in Baikonur  gestarteten Shuttle-Transport mit einer Sojus-Rakete den Fahrpreis von 70,7 Millionen US-Dollar, teilten die „Deutsch Russischen Nachrichten“ in Moskau mit. Zitiert wird der Sprecher der US-Raumfahrtbehörde, Trent Perrotto: „Wir erwarten nicht, dass die aktuelle Situation zwischen der Ukraine und Russland Auswirkungen auf unsere langjährige Zusammenarbeit mit der zivilen Raumfahrt Russlands, die Jahrzehnte zurückreicht, und unsere Partnerschaft im Rahmen des Internationalen Raumstation-Programms hat.“ Es bestehe Zuversicht, dass die beiden Raumfahrtagenturen weiterhin zusammenarbeiten wie sie es – trotz mancher Höhen und Tiefen in den Beziehungen zwischen beiden Staaten – immer getan hätten.

Erst im April vergangenen Jahres unterzeichnete die NASA mit Russland ein neues Abkommen über sechs weitere Flüge zur Internationalen Raumstation ISS bis 2017. Dabei ist pro Sitzplatz in der Rakete ein Preis von 70,7 Millionen US-Dollar an Russland zu zahlen.  Die aktuelle Expedition Nummer 39 soll bis mit September an Bord der ISS bleiben.  Seit November 2013 arbeiten in der Station der Japaner Koichi Wakata, der US-Astronaut Rick Mastracchio und der russische Kosmonaut Michail Tjurin.  Dennoch wollen die USA die Abhängigkeit von Russland beenden und ab 2017 wieder selbst Astronauten zu Raumstation befördern. 

Informationen der Agentur Bloomberg vom Mittwoch zufolge kann Russland der Krim aus seiner Krisenreserve 100 Milliarden Rubel – umgerechnet zwei Milliarden Euro – zur Verfügung stellen. Nicht ausgeschlossen sei auch eine Steigerung dieses Betrages auf 260 Milliarden Rubel (5,2 Milliarden Euro), um die Beamtengehälter und Renten auf das russische Niveau anzuheben. ++  (rf/mgn/27.03.14 – 086)

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Leipzig, 11. März 2014 (ADN).  „Fukushima taugt kaum noch zum Medienspektakel, hat sozusagen abgewirtschaftet als sehenswerte Katastrophe. Der weltgrößte Atomunfall wird auf IOC-taugliche Maße kleingeredet, besorgniserregende Strahlungswerte sind auf den offziellen Dosimetern selten ablesbar. Die Kameras wenden sich neuen Krisenherden zu.“ Diese Zeilen von Lisette Gebhardt sind auf der Webseite „Textinitiative Fukushima“ zu finden, die von Studenten des Ostasiatischen Instituts der Universität Leipzig zusammengestellt und gepflegt wird.

Mit der Japanologin und Institutsleitertin, Prof. Steffi Richter, hatten sich die Studenten unmittelbar nach der Dreifach-Katastrophe entschlossen, deren Ursachen und Wirkungen zu untersuchen. So stampften sie im Sommersemester 2011 ein Seminar aus dem Boden, durchforsteten alle Bereiche der japanischen Gesellschaft, um drängenden Fragen nachzugehen. Sie wollten herausfinden, warum die Bevölkerung zu Befürwortern der Atomkraft wurde und Kernkraft-Kritik ein Randphänomen blieb.

In den vergangenen drei Jahren sind zwei Publikationen entstanden. Zudem übersetzten die Studenten wichtige Zeitzeugendokumente, führten Interviews mit Aktivisten und Künstlern. Nach den Worten von Richter, die seit vielen Jahren zur Konsumkultur in Japan forscht, hat sich die politische Kultur auf dem fernöstlichen Inselstaat verändert. Laut Umfragen sind inzwischen mehr als 50 Prozent der Japaner gegen Atomkraft. ++ (uw/mgn/11.03.14 – 070)

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Redaktion: Matthias Günkel

Peking, 30. November 2013 (ADN). Die Kairoer Erklärung aus dem Jahr 1943 ist die völkerrechtliche Grundlage dafür, dass China seine verlorenen Landesteile wie Taiwan und Penghu zurückbekommt. Das erklärte zu Wochenmitte die Sprecherin des Büros für Taiwan-Angelegenheiten beim chinesischen Staatsrat, Fan Liqing, in Peking. Mit dieser von dem Nachrichtenportal german.china.org.de verbreiteten Aussage, begründete die Repräsentantin der chinesischen Regierung die Gebietsansprüche der Volksrepublik China auf die Diaoyu-Inselgruppe. Der inzwischen rund 100 Jahre währende Streit um diese von den Japanern als Senkaku-Inseln bezeichneten Territorien, ist in den vergangenen Tagen erneut aufgeflammt. An der Auseinandersetzung sind neben der Volksrepublik China Südkorea, Japan und Taiwan beteiligt. Eine Verschärfung ist durch das Eingreifen der USA eingetreten, die Militärflugzeuge die betrefffenden Eilande überfliegen lassen und dies als Routinwe-Aktivitäten deklarieren. Vor einigen Tagen hatte China seine Luftverteidigungszone auf die strittige Region ausgedehnt.

In der Kairoer Erklärung hatten die USA, Großbritannien und die Republik China vereinbart, dass die Japaner sämtliche annektierten chinesischen Gebiete zu räumen und zurückzugeben haben. Die Vereinbarung fand Eingang in die sogenannte Potsdamer Erklärung vom 25. Juli 1945, die sich auf die Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Fernost bezieht und nicht mit dem im August desselben Jahres geschlossenen Potsdamer Abkommen identisch ist. ++ (vk)mgn/30.11.13 – 328)

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Hamburg, 8. Mai 2013 (ADN). 500 Jahre lang hat der Westen mit seinen Institutionen und Ideen die Welt beherrscht. Jetzt kopieren die anderen, was unseren Aufstieg begründet hat. Wir aber geben auf. Diesen generellen Trend registriert und erläutert der britische Historiker Niall Ferguson in einem Namensbeitrag der Wochenzeitung „Die Zeit“. Darin führt er den Niedergang des Westens – gemeint sind die Territorien der Vereinigten Staaten vonm Amerika (USA) und der Europäischen Union (EU) – auf sechs von ihm als Killer-Applikationen bezeichnete Faktoren zurück. Sie seien bislang vom Westen eingesetzt und praktiziert worden. Nun haben die anderen angefangen, „sich unsere Killer-Applikationen herunterzuladen“, so Ferguson. Als Erste hätten die Japaner begriffen, dass sie westliche Institutionen kopieren können. Ihnen folgten nach den Worten des Historikers in den siebziger Jahren China, Indien und weitere bevölkerungsreiche Länder der Welt. Gleichzeitig habe der Westen begonnen, seine bewährten Killer-Applikationen zu löschen und damit die ernstere Entwicklung eingeleitet.

Zu den von dem in Havard lehrenden Wissenschaftler als Killer-Applikationen gekennzeichneten Problemkreisen gehören der Wettbewerb, die wissenschaftliche Revolution, die Rechtsstaatlichkeit, die Konsumgesellschaft und die Arbeitsethik. Zu beiden letzteren nannte er schlagende, auf dem europäischen Kontinent wenig bekannte Beweise. So gebe es in den Ländern des Westens nur vier der 30 größten Einkaufszentren der Welt. Alle anderen existierten in Schwellenländern. Zu dem arbeitsethischen Aspekt sei anzumerken, dass die Deutschen sich zwar als harte Arbeiter empfänden. „Aber der durchschnittliche Deutsche arbeitet nur 1.409 Stunden im Jahr, der durchschnittlicher Südkoreaner hingegen 2.204 Stunden“, teilt Ferguson mit. Die Killer-Applikation Arbeitsethik werde mit dem Wohlfahrtsstaat gelöscht und die der Konsumgesellschaft mit den Schulden. Infolgedessen nähere sich der Westen dem an, was Adam Smith „stationary state“, also einen Zustand des Stillstands, nannte. Um diese Situation in den Griff zu bekommen und ihr zu entrinnen, müsse sie zuerst erkannt werden. Nirgends in der Welt falle das allerdings so schwer wie in Deutschland, „wo die Illusion fortbesteht, dass in der besten aller möglichen Welten alles zum besten bestellt ist“. ++ (wi/mgn/08.05.13 – 122)

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Brüssel, 2. Oktober 2012 (ADN). Es ist ein Entwurf des Berichts, der weder beschlossen noch offiziell bestätigt worden ist. Das erklärte Bundesumweltminister Peter Altmeier am heutigen Dienstag im Deutschlandfunk zu dem am Vortag bekannt gewordenen Report über die Sicherheit der Atomkraftwerke in den EU-Staaten.  Es gehe um die „Kleiderordnung“ und deshalb sei es ein Unterschied, ob der Deutschlandfunk einen solchen Text kommentiert oder ob der Bundesumweltminister ihn bewertet.

Offensichtlich ringen derzeit die politisch Verantwortlichen in der EU und deren Mitgliedsstaaten um die Deutungshoheit über sehr brisante Fakten, die letztlich eine unverantwortliche Tatenlosigkeit der Regierungen innerhalb der vergangenen 25 Jahre nachweisen. Als sich nämlich die Atomkatastrophe im sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl ereignete, beschlossen die Staaten der Europäischen Union (EU) schnellstens zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in ihren eigenen Atomanlagen zu ergreifen. Nun belegt der nach der Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima des Jahres 2011 von der EU-Kommision angeordnete Stress-Test, dass in den 134 Kernkraftwerken von 14 EU-Staaten teilweise nichts dergleichen passiert ist. Der Test hat ergeben: pro Kernkraftwerk besteht ein Nachrüstungsbedarf zwischen 30 und 200 Millionen Euro. 

Neben der besonders kritikwürdigen  Situation in französischen Anlagen, lassen die deutschen Kern-Fabriken in Sachen Erdbebensicherheit zu wünschen übrigen. Das betrifft vor allem die Schnellabschaltung von Reaktoren bei tektonischen Erschütterungen. Dies versucht Altmaier nunmehr zu verharmlosen, indem er den Stresstest als Antwort auf theoretische und hypothetische Fragen verniedlicht. Der Gegenbeweis in Gestalt von Fukushima soll offensichtlich verblassen 

Es verstärkt sich der Verdacht, dass sich – entgegen den bisherigen medialen Praktiken – die EU einer Kommunikations-Katastrophe entgegengeht. Das Versprühen von Nebelkerzen und Errichten von Schleierwänden, damit die wahren kritikwürdigen Zustände in der Atombranche nicht öffentlich werden, funktioniert nicht mehr so lückenlos wie bislang. Jetzt wird auf Zeit gespielt. Die für den morgigen Mittwoch vorgesehene Veröffentlichung soll nun erst Mitte dieses Monats vonstatten gehen. Zu erwarten ist, dass bis dahin Ecken und Kanten des Textes erheblich abgefeilt werden. ++ (en/mgn/02.10.12 – 280)

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Berlin, 27. September 2012 (ADN). Die zahlreichen medienträchtigen Rückblicke auf die jüngere deutsche Geschichte, die durch den 70. Geburtstag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und das 30. „Thronjubiläum“ von Helmut Kohl als Bundeskanzler ausgelöst wurden, haben in dieser Woche einige grelle Lichtkegel auf die wahren Hintergründe der deutschen „Wiedervereinigung“ geworfen. So erklärte Schäuble im Deutschen Theater Berlin bei seiner Jubelfeier, dass die Ereignisse des 9. November 1989 für die Deutschen als Wunder wahrgenommen werden. Was im Umfeld des Falls der Berliner Mauer tatsächlich passierte, sei allenfalls in Amerika vorhersehbar gewesen.

In einem Fersehgespräch der Reihe „Unter den Linden – persönlich“ äußerte der 70jährige seine Zufriedenheit darüber, dass die sogenannten 2+4-Gespräche und -Verträge im Jahr 1990 zustande gekommen sind, ohne Friedensverhandlungen mit 150 Staaten der Erde führen zu müssen. Bezogen auf die aktuelle politische Lage und den Inselstreit im Chinesischen Meer zwischen Japan, China und Taiwan säßen die USA als unsichtbarer Beteiligter mit am Tisch. Das träfe für Europa glücklichweise nicht zu.

Inzwischen wächst unter der deutschen Bevölkerung die Erkenntnis, dass die sogenannte friedliche Revolution in der DDR und die ihr folgende Wiedervereinigung Deutschlands eine von außen ferngesteuerte, von diversen Geheimdiensten vorangetriebene Operation gewesen ist. Signale dafür mehren sich in dem Maße, in dem sich der distanzierte Blick auf die jüngste deutsche Geschichte schärft und die künstlich geschürte Euphoriewelle der deutschen Einheit abebbt. Studenten, junge Intellektuelle und andere Teilnehmer einer Gesprächsrunde zeigten sich zu Wochenmitte in Leipzig davon überzeugt, dass die Montagsdemonstrationen in der DDR  und deren Kulminationspunkt – der Marsch der 70.000 Demonstranten um das Zentrum der Messestadt am 9. Oktober 1989 – in ihrem Wesen allem anderen als der seitdem beschworenen friedlichen und gewaltfreien Revolution entsprechen.

Erstaunliche Zusammenhänge führen zu dem USA-Politikwissenschaftler Gene Sharp, der in Boston im Jahr 1983 das Albert-Einstein-Institut gegründet hat und am heutigen Donnerstag in Stockholm zu einem der Alternativen Nobelpreisträger gekürt wurde. Von ihm stammen die Strategien des gewaltlosen Widerstandes. Seine Taktiken, die teilweise dem Handbuch für die Militärausbildung entlehnt sind, gehörten zum Leitfaden der „Wende“ in der DDR. Seine Schriften „Von der Diktatur zur Demokratie“ und „198 Methoden des gewaltfreien Widerstands“, die von Petra Kelly seinerzeit aus der Bundesrepublik Deutschland (BRD) in die Deutsche Demokratische Republik (DDR) geschmuggelt wurden, verbreiteten sich schnell im globalen Maßstab.

Unter dem Titel „Die gekauften und gesteuerten Revolutionen“ strahlte das Österreichische Fernsehen (ORF) eine ungewöhnliche Reportage von Patrick A. Hafner und Alexander Steinbach aus. Darin wird auf den Schauplätzen der Revolution in Osteuropa und Arabien bis hin zu den Hintermännern in den USA  recherchiert. Die Hauptakteure und Trainer der Revolution sind Serben, die als Widerstandsgruppe „Otpor“ am Sturz von Slobodan Milosevic beteiligt waren.  „Heute hat „Otpor“ ein ‚Business‘ aus der Revolutionsberatung gemacht. Die Gruppe war bereits in 37 Staaten in Sachen Anleitung zum Umsturz aktiv, heißt es in einer Rezension zu der ORF-Reportage.

Gene Sharp als geistiger Vater der gewaltfreien Revolutionen, hatte als engen Verbündeten und Mitstreiter den Vietnam-Vetranen und ehemaligen Angehörigen des amerikanischen Militärgeheimdienstes (DIA), Robert Helvey, gewonnen. Der Oberst a. D., der Sharps Bestreben nur als einen anderen Weg im Kampf um die politische Macht im Vergleich zum Schlachtfeld bezeichnet, nennt dies Krieg ohne Waffen. Er betrachtet Demonstranten als „seine Streitkräfte“.  ++ (sv/mgn/27.09.12 – 275)

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Leipzig, 26. September 2012 (ADN). Die Regionalwährung Lindentaler soll mit umfangreichen Mitteln im Raum Leipzig und Halle popularisiert und aufgerüstet werden. Das beschloss der Arbeitskreis Aufklärungsarbeit der Initiative „Lust auf neues Geld“ am heutigen Mittwochabend in Leipzig auf seiner ersten Sitzung. Um die Einführung des Papiergeldes vorzubereiten, wird nunmehr mit der grafischen Gestaltung der Geldscheine begonnen.  Bisher ist der Handel von Waren und Leistungen über den Lindentaler nur per online möglich. Darüber hinaus wurde darüber debattiert, wie kleine und mittlere Unternehmen und Handelseinrichtungen in die Zirkulation der Regionalwährung einbezogen werden können. Die regionale Währung Lindentaler zu stärken, war jüngst auch ein Vorschlag bei einer Konferenz im Leipziger Rathaus über nachhaltige Stadtfinanzen.  Ob die Stadtregierung den Rat befolgt, bleibt abzuwarten.

In Deutschland existieren zahlreiche Regionalwährungen. Die bekannteste und verbreitetste ist der Chiemgauer, der am Bodensee bereits rund 600 Akzeptanzstellen hat. Die durchschnittliche Umlaufmenge pro Jahr beträgt 550.000 Chiemgauer. Mit der von dem Lehrer Christian Gelleri und seinen Mitstreitern initiierten Regionalwährung erzielten die beteiligten Unternehmen im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz. Er betrug umgerechnet in Euro 6,2 Millionen. in den Jahren 2010 und 2009 waren es 5 Millionen Euro und 4 Millionen Euro. Kürzlich berichtete ein japanisches Fernsehteam über den Chiemgauer. Dabei wurden Interviews mit Käufern und Verkäufern geführt. Ein ältere Dame erklärte den Fernsehjournalisten beim Einkauf von Lebensmitteln, dass sie mit dem Chiemgauer unabhängig sei und auch noch bezahlen könne, wenn der Euro nichts mehr wert ist. ++ (fi/mgn/26.09.12 – 274)

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