Archive für Beiträge mit Schlagwort: Kluft

Paris, 30. Mai 2014 (ADN). Die stärkste Partei in Europa ist die der Nichtwähler und Skeptiker. Seit dem Jahr 1979 steigt ihre Zahl – auch in Zeiten des Wohlstands. Das erklärte der ehemalige französische Außenminister, Hubert Vedrine, am Freitag im Deutschlandfunk.  Das Problem Nummer eins sei die Kluft zwischen den kleinen proeuropäischen Eliten und der Masse.

„Vielleicht steht Europa in fünf oder zehn Jahren psychologisch, politisch und wirtschaftlich anders da“, so Vedrine. Kurzfristig halte er eine institutionelle Pause für richtig. Nationale Souveränität sollte nicht weiter aufgegeben werden. Das wollen die Menschen nicht. Nicht einmal im Deutschen Bundestag. In vielen Ländern werde Europa wie ein Staubsauger wahrgenommen; oder wie ein Vampir, der alles verschlingt, was an eigener Identität und Souveränität übrig ist. ++ (ep/mgn/30.05.14 – 149)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr.101 v. 10.10.46

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Berlin, 21. Dezember 2013 (ADN). Deutschland steht vor der Zerreißprobe. Die Kluft zwischen bundesdeutschen Wohlstandsregionen auf der einen Seite und Armutsregionen auf der anderen Seite wächst stetig und deutlich. Die sozialen und regionalen Fliehkräfte, gemessen an der Einkommensspreizung, nehmen seit 2006 in Deutschland dramatisch zu. Diese Schlüsse zog der Paritätsche Gesamtverband in dieser Woche angesichts des von ihm vorgelegten aktuellen Armutsberichts. Die Fakten widersprächen dem vierten, von der Bundesregierung im März dieses Jahres herausgegebenen Armuts- und Reichtumsbericht. Darin war behauptet worden, die Armut sei gestoppt und die Einkommensschere schließe sich sogar wieder.

Genau das Gegenteil ist der Fall, stellte der Paritätische Gesamtverband fest. Mit 15, 2 Prozent Armutsquote 2012 sei ein neuerlicher, trauriger Rekord erreicht worden. „Gerade auch mit Blick auf die Regionen treten besorgniserregende Entwicklungen zu Tage: Mehrjährige positive Trends in Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen sind 2012 zum Erliegen gekommen, positive Trends in Brandenburg und Hamburg scheinen sich endgültig gedreht zu haben“, teilt der Verband mit. Während die Länder mit sehr niedrigen Armutsquoten – Bayern und Baden-Württemberg – ihre Position noch einmal verbessern konnten, verschlechterte sich die Situation in den Ländern mit ohnehin über 20 Prozent sehr hohen Armutsquoten weiter. Dazu gehören Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. ++ (so/mgn/21.12.13 – 349)

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