Archive für Beiträge mit Schlagwort: Lachs

Buenos Aires/Paris, 30. August 2014 (ADN). „Als hervorragender Spieler im internationalen Schachspiel verlegte der russische Präsident mit strategischem Weitblick seine Figuren auf das lateinamerikanische Spielfeld.“ Das stellte der Pariser Korrespondent der argentinischen Tageszeitung „pagina/12“, Eduardo Febbro, fest. Der in der jüngsten Ausgabe der Schweizer Wochenzeitung „Zeit-Fragen“ veröffentlichte Beitrag erörtert mehrere eindrucksvolle Beispiele für diesen Trend.  Die Europäer befürchten. den russischen Markt in einem Moment zu verlieren, in dem das wiederaufgelebte Konzept des Kalten Krieges eine bedeutetende Annäherung zwischen Russland und Lateinamerika zur Folge hat, so Febbro. Ein erstes  Sinnbild dafür sei das gemeinsame Karibik-Manöver der Seestreitkräfte Russlands und Venezuelas im Jahr 2008 gewesen. Später habe dann Russland militärische Ausrüstung im Wert von drei Milliarden Euro an Venezuela verkauft. Bevor Putin im Juli dieses Jahres nach Kuba und andere lateinamerikanische Länder reiste, verabschiedete das russische Parlament ein Gesetz, mit dem Havanna 90 Prozent der Schulden – rund 35 Milliarden Euro – erlassen wurden. Bei seinem Zwischenhalt in Nikaragua versprach er, einen bedeutenden Beitrag zum Bau des geplanten Konkurrenzmodells zum Panamakanal zu leisten. In Buenos Aires unterzeichnete Putin Verträge zur Zusammenarbeit in Energiefragen. Argentiniens Kaninettschef Jorge Capitanich sagte zu, dass „Argentinien entsprechende Bedingungen schaffen wird, damit die Privatwirtschaft mit staatlichen Anreizen die Exporte steigern und die Nachfrage auf dem russischen Markt befriedigen kann. Einem Bericht der argentinisch-russischen Handelskammer zufolge, wuchs das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern im vergangenen Jahr um 30 Prozent. „Auf der pazifischen Seite verfolgen Chile, Peru und Ecuador die gleiche Linie. Chile mit dem Lachs (er kam bisher aus Norwegen), Äpfeln, Birnen und Trauben (Polen, Frankreich, Italien), Ecuador mit Früchten und Schnittblumen (Holland) und Peru mit dem Fisch; so kann der neue Kalte Krieg eine Veränderung des Welthandels verursachen“, stellt der Korrespondent fest. Der Sekretär für die brasilianische Agrarpolitik, Seneri Paludo, habe die Möglichkeiten, die das Embargo gegen Russland eröffnet, sogar als revolutionär bezeichnet. Der Westen werde nun alles unternehmen, um solchen Polyzentrismus zu stutzen und die Zeiger der Weltuhr in die Zeiten der Kolonialherrschaft zurückzudrehen. ++ (gl/mgn/30.08.14 – 241)

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Stuttgart, 6. August 2014 (ADN).  Von 53 Fisch-, drei Neunaugen- und drei Flusskrebs-Arten sind sechs verschollen, acht vom Aussterben bedroht, 16 stark gefährdet und fünf gefährdet. Das teilte die am Bodensee ansässige Fischereiforschungsstelle von Baden-Württemberg in ihrer aktuellen Roten Liste mit. Lediglich 18 Arten unterliegen derzeit keinem Gefährdungssrisiko. Damit sind fast 68 Prozent der heimischen Fluss-Fauna in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt. Schwerwiegenden Risiken sind die Wassertiere ausgesetzt, die in den Flüssen mittlere und lange Strecken zurücklegen. Dazu gehören Aale, Maifische und Lachse.

Besonders gravierend ist die Lage bei Flusskrebsen.  Zwei der drei Arten sind  landesweit stark gefährdet und eine ist vom Aussterben bedroht. Dafür sorgen beispielsweise amerikanische Flusskrebse, die eigentlich in den Rocky Mountains beheimatet sind.  Sie liefern sich mit den ortsansässigen Arten einen erbitterten Existenzkampf und obsiegen letztendlich. Von diesen Signalkrebsen aus den USA werden aus dem Flüsschen Elsenz bei Heilbronn jedes Jahr zwei Tonnen gefangen. ++ (bo/mgn/06.08.14 – 217)

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