Archive für Beiträge mit Schlagwort: Scharia

Liechtenstein, 28. Oktober 2014 (ADN). Wie kann eine westlich geprägte moderne Finanzregulierung mit islamischen Prinzipien in Einklang gebracht werden ? Diese und andere Grundsatzfragen wurden am Dienstag in Liechtenstein auf der ersten Islamic Finance Conference erörtert. Auf dem von der Finanzmarktaufsicht des Fürstentums sowie vom Lehrstuhl für Bank- und Finanzmarktrecht der Universität Liechtenstein organisierten Kongress standen Herausforderungen und Chancen einer auf der Scharia und der islamischen Wirtschaftslehre fußenden Finanzwelt im Mittelpunkt.

In einer gemeinsamen Presseerklärung der beiden Veranstalter wird unterstrichen, dass „die Expertise Liechtensteins als renommiertes Zentrum für die Verwaltung von Privat- und Familienvermögen mit starkem Fokus auf langfristigen Anlagen ohne Leverage, einer durchdachten Gesetzgebung für Trusts und Stiftungen sowie einer attraktiven Finanzregulierung der ideale Ausgangspunkt für Produkt- und Dienstleistungsangebote im Bereich Islamic Finance darstellt.“ Islamic Finance stehe für einen auf moralisch-ethischen Grundsätzen fundierten Ansatz. So werde bewusst auf Investitionen in moralisch-anstößigen Bereichen und das Zinsgeschäft verzichtet. ++ (fi/mgn/28.10.14 – 300)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Kairo/Zürich, 19. Januar 2014 (ADN). 98 Prozent der Wählerschaft haben in Ägypten nach vorläufigen Ergebnissen für die revidierte Verfassung gestimmt. Damit hat das Volk über die Entmachtung Mursis und der Muslimbrüder seinen Segen erteilt und dem politischen Fahrplan zugestimmt. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ am Wochenende unter der Überschrift „Wuchtiges Ja zur ägyptischen Verfassung“ weiter berichtet, bleibt die Scharia wichtigste Quelle der Gesetzgebung. Noch offen sei, ob nun zuerst ein Präsident oder ein Parlament gewählt wird. Die neue Verfassung definiert Ägypten als modernes, demokratisches Land mit ziviler Regierung.

Während in führenden Kreisen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) der Zweifel über Ägyptens Wahlprozedere nagt und über den Grad des Populismus der Abstimmung gestritten wird, bemerkt die bundesdeutsche Bevölkerung – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung – gar nicht, dass die Ägypter den Deutschen in demokratischer Hinsicht meilenweit voraus sind. Seit fast einem Vierteljahrhundert warten die Deutschen nämlich ebenfalls auf die gemäß Grundgesetz (GG) erforderliche Verfassung und eine Volksabstimmung darüber. Ihre Politiker jedoch sind desinteressiert und machen dafür keinen Finger krumm.++ (dk/mgn/19.01.14 – 019)

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