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München, 10. Oktober 2013 (ADN). Die deutschsprachige Ausgabe der US-amerikanischen „Huffington Post“ (HoffPost) ist am heutigen Donnerstag in Deutschland gestartet. Das neue Medienprojekt, das weltweit rund 700 Redakteure beschäftigt, beginnt in Deutschland mit 15 Mitarbeitern. Wie ihr Chef, Oliver Eckert, in einem Interview mit der aktuellen Ausgabe der Wochenpublikation „textintern“ mitteilte, gehören zu den Gastautoren Ärzte, Architekten, Juristen, Manager, Wissenschaftler, Hausfrauen und Lehrer. 50.000 Blogger seien auf der ganzen Erde an den Veröffentlichungen der „Huffington Post“ beteiligt. Dass sie alle kostenlos schreiben, darin bestehe das neuartige Geschäftsnmodell. Es habe „mit Focus Online und AOL zwei starke Partner, die beim Start auf das neue Angebot an vielen Stellen verlinken werden“. Zu Beginn würden etwa 60 Gastautoren auf der Website zu lesen sein.
Die Motivation, mit Beiträgen dabei zu sein, ist nach den Worten von Eckert sehr unterschiedlich. Einige wollen sich als Experten positionieren, andere nehmen einfach aus Lust am Schreiben teil.

„2018 wollen wir mit der deutschsprachigen Huffington Post auf dem selben Niveau liegen wie Focus Online heute. Dann gehören wir zu den Top 5 der News-Portale in Deutschland“, so Eckert. Die Profitabilität soll innerhalb von zwei Jahren eintreten.
Focus Online erwirtschaftet derzeit einen Netto-Umsatz von zehn bis 15 Millionen Euro jährlich und hat neun Millionen Besucher pro Monat. Vor drei Jahren gab es noch Verluste.

Im Jahr 2005 gründete die griechischstämmige Namensgeberin und Chefredakteurin Arianna Huffington das Nachrichtenportal. Sechs Jahre später verkaufte sie es für 315 Millionen US-Dollar an den Internet-Konzern AOL. Seitdem wird eine internationale Expansionsstrategie verfolgt. Ableger gibt es bereits in Großbritannien, Frankreich, Kanada, Spanien und Italien. „In den USA gehört der Blog zu den größten einflussreichsten Publikationen, rund 80 Millionen Besucher lesen jeden Monat aktuelle Themen und Meinungen aus Politik, Unterhaltung, Technik, Musi und Mode,“ schreibt „texxtintern“. Im New Yorker Newsraum der ersten kommerziellen Online-Zeitung, die 2012 den Pulitzer-Preis erhalten hat, sind 300 Redakteure tätig.
In den nächsten 18 Monaten sollen drei Spezialportale der HoffPost eröffnet werden. Beispielsweise in den Bereichen Auto, Mode und Finanzen. ++ (me/mgn/10.10.13 – 277)

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Hamburg, 22. Januar 2013 (ADN) . Das hauptsächliche Geschäft einer Agentur sind in der heutigen Zeit immer noch die Verlage mit ihren Printprodukten und einer relativ stabilen Abonnentenstruktur.  Das stellte der Käufer der insolventen Nachrichtenagentur dapd, Ulrich Ende, in einem Interview mit dem auf  Medien spezialisierten Informationsdienst „textintern“ in dessen jüngster Januar-Ausgabe fest. Die Struktur werde zwar schwächer. Er stelle sich deshalb vor, mit den Verlagen über deren Bedürfnisse zu reden. Das betreffe beispielsweise die lokale und regionale Berichterstattung. Im Vordergrund stünde dabei ein gemeinsames Vorgehen, um einerseits die Effizienz und andererseits die Qualität der Nachrichtengebung anzuheben.

Ende bestätigte, dass die Agentur seit dem 1. Dezember 2012 nach der Kündigung von 100 Mitarbeitern profitabel arbeitet. Angesichts der derzeit noch sehr tiefen Diversifizierung strebe er um der Transparenz willen eine einheitliche Preisstruktur an, die Ende dieses Monats mit der Vorlage neuer Angebote abgeschlossen sei. Insofern sei der 31. Januar der Stichtag, um ab 1. Februar allen Kunden – auch den ungeduldig gewordenen – ein adäquates Angebot zu präsentieren. Er sei zuversichtlich, dies mit zusätzlichen Kooperationspartnern stemmen und später ausbauen zu können.  Das gelte insbesondere für die Bildberichterstattung. Hinzu stoße ein weiterer Partner, mit dessen Hilfe internationale Meldungen aus deutscher Sicht dargestellt werden sollen. Das sei für deutsche Kunden immens wichtig. 

Ende distanzierte sich von den Praktiken seiner Vorgänger in der Geschäftsführung, Martin Vorderwülbecke und Peter Löw, die monatlich eine Million Euro zugeschossen haben. „Sie wollten mit viel Geld die dpa an die Wand spielen. Aber kaufmännisch ist es doch nicht normal, ein Unternehmen vom ersten Tag an ausschließlich alimentieren zu wollen,“ so Ende. Einfach nur mit Geld könne man keine Ideen platzieren und Kreativität entwickeln. Das habe noch nie funktioniert.

Vor mehr als einem Monat hatte der Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass Ulrich Ende die Nachrichtenagentur dapd übernimmt. Als strategischer Partner fungiert dabei die in Wiesbaden ansässige Hunternet GmbH des Unternehmers Christoph Bausinger.  Weiterer Kooperationspartner ist Pabst Science Publishers aus Lengerich.  Am 10. Januar 2013 gründete der neue Eigentümer die dapd Nachrichten Beteiligungs GmbH mit Sitz in Tutzing. ++ (md/mgn/22.01.13 – 017)

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