Archive für Beiträge mit Schlagwort: Tourismus

Chalkidiki/Frankfurt an der Oder, 25. Juli 2015 (ADN). Während die Politik in Athen und Brüssel überneue Kredite streitet, fürchten die Griechen um ihren Stolz und ihre Würde. Das ist das Fazit einer Exklusivberichts aus dem nordgriechischen Chalkidki, der am Wochenende in der „Märkischen Oderzeitung“ (MOZ) aus Frankfurt an der Oder veröffentlicht wurde. Existenzangst mache sich breit, die Renten sollen um 40 Prozent gekürzt werden. Für Nikitas Chouchoutas, einen ehemaligen Bürgermeisterkandidaten, früheren Grünen und späteren Syriza-Parteigänger, ist das Reformpaket schlicht ein Skandal. Es habe 900 Seiten. „Das hat keiner der Abgeordneten lesen können“, empört er sich. Der jetzige Hotelmanager, der in Nürnberg Betriebswirtschaft studierte hatte, beklagt die nunmehr einsetzende Verteuerung des griechischen Tourismus. Davon profitiere der türkische Fremdenverkehr, der ohnehin schon in deutscher Hand sei. Er nennt weitere Skandale. Der Staat lässt seine Goldminen von Kanadiern ausbeuten, und zwar kostenlos. „Es geht in der Griechenlandkrise um Bodenschätze wie Öl“, meint Nikitis. Auch die Infrastruktur des Landes stehe vor dem Ausverkauf – Flug- und Seehäfen. Seine Äußerungen laufen auf feindliche Übernahme hinaus. ++ (gr/mgn/25-07.15 – 154)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Berlin, 11. Juni 2015 (ADN). Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler (BdSt) wird flügge und erreicht ihr 20. Lebensjahr. Sie bewegt sich derzeit bei dem kaum noch vorstellbaren Betrag von zwei Billionen Euro. Sie veranschaulicht, so teilt der Bund der Steuerzahler am Donnerstag weiter mit, in welchem Umfang die Politik am Schuldenmachen festhält. Das Schuldentempo erfasse die neu geplanten Schulden der Kernhaushalte von Bund, Ländern und Kommunen des jeweils laufenden Jahres – umgerechnet je Sekunde. „Diese Haushalte werden direkt von der Politik gesteuert und verantwortet. Über den Gesamtschuldenstand werden zudem die zahlreichen Extrahaushalte sowie die so genannten Kassenverstärkungskredite berücksicht. Die Schuldenuhr wird regelmäßig aktualisiert, sobald sich Daten der Kernhaushalte ändern und das Statistische Bundesamt neue Zahlen zur Gesamtverschuldung vorlegt,“ erläutert der BdSt die Funktionsweise des ungewöhnlichen Messinstruments.

Beim Start am 12. Juni 1995 zierte die Uhr zunächst den früheren BdSt-Verbandssitz in Wiesbaden. Jetzt schlägt dem schlechten politischen Gewissen im Herzen der Bundeshauptstadt Berlin die kritische Stunde. Gleichzeitig ist der Geld- und Zeitmesser zu einem attraktiven Foto-Hintergrund für Berlin-Touristen geworden. Nach den Worten von BdSt-Präsident Reiner Holznagel ist die Schuldenuhr das Markenzeichen seines Verbandes. Mit der Visualisierung des Schuldenstandes werde die politische Diskussion in die richtige Richtung gelenkt. ++ (fi/mgn/11.06.15 – 122)

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Berlin, 6. März 2015 (ADN). „Das Problem in Kenia ist, dass die USA das Land benutzen, um Somalia zu kontrollieren. Danach ist der somalische Terrorismus nach Kenia gekommen, und Kenia wurde noch autoritärer.“ Das erklärte der bis zum Jahr 2012 amtierende Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag (IStGH), Luis Moreno Ocampo, in einem von der Tageszeitung „der Tagesspiegel“ am Freitag veröffentlichten Interview. Er sei sich im Übrigen sicher, dass die Entscheidung, kenianische Truppen nach Kenia zu schicken, nicht nur in Kenia getroffen wurde – auch wenn das Parlament in Nairobi intensiv über die Bedrohung des kenianischen Tourismus durch somalische Piraten diskutiert hat.

Nach den Worten von Ocampo haben Uhuru Kenyatta und William Ruto die Wahl in Kenia gewonnen, obwohl sie vor dem IStGH angeklagt waren. „Die Wahlen verliefen friedlich. Dazu haben wir durch unsere Anklagen beigetragen“, so der hochdekorierte Jurist. So sei Kenia geholfen worden zu erkennen, das politische Gewalt bei und nach Wahlen nicht unabwendbar ist.  ++ (06.03.15 – 57)

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Palma de Mallorca, 24. Mai 2014 (ADN). 90 Prozent der Palmen auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca sind krank. Verursacher ist der Rote Palmrüssler – ein eingeschleppter asiatischer Käfer. Zwischenstation ist Marokko. Lieblingsspeise des Schädlings sind Dattelpalmen. Er beginnt in der Baumkrone und frisst sich von oben nach unten durch den Stamm. In den durchgenagten Röhren legt er seine Eier ab.

Extrem befallene Bäume müssen zerlegt und wie Sondermüll entsorgt werden. In drei bis vier Jahren wird es auf Mallorca kaum noch Palmen geben und das Landschaftsbild der beliebten Tourismusinsel wird sich radikal verändern. Einer Zählung zufolge gab es bis März 2013 gab es auf Mallorca 3.000 geschädigte Palmen.

Die Regionalregierung weiß kein anderes Gegenmittel gegen Rhynchophorus ferrugineus als die Chemiekeule, obwohl biologische Bekämpfung möglich ist. Das wirkt zerstörend auf Natur, Tourismus und die einheimische Wirtschaft. Die vor allem in Sßwassersümpfen Südostasiens beheimaeten Insekten haben sich auch in anderen Mittelmeeländern wie Spanien, Italinen und Griechenland breit gemacht. Ihre Larven werden mancherorts in den Ursprungsregionen als Nahrungsmittel und Eiweißspender genutzt. ++ (ch/mgn/24.05.14 – 143)

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Rio de Janeiro, 25. September 2013 (ADN). Die in Rio de Janeiro seit einigen Monaten eingesetzte Friedenspolizei soll dafür sorgen, dass die sogenannten Favelas zur Ruhe kommen. In den als kriminell verseucht geltenden Armenvierteln, die für Drogenhandel, Prostitution, Mord und Totschlag berüchtigt sind, sind erste Ansätze eines zivilen und harmonisierten gesellschaftlichen Lebens erkennbar. Dennoch bleiben zwei Drittel dieser Krisen-Stadtviertel, die zum Teil bis unmittelbar an die Copacabana heranreichen, Aktionsfelder der Gesetzlosigkeit. Drogenbossen und ihren Atlaten das Handwerk zu legen und zumindest den Anschein von Gewaltfreiheit zu erwecken, darin besteht die Aufgabe der Friedenspolizisten. In diesem Umfeld keimen sogar bemerkenswerte Pflanzen zivilisatorischer und kultureller Güte: ein ehemaliges Model hat einen gutgehenden Modeladen eröffnet und es gibt neuerdings ein kleines Restaurant, in dem landestypische Kost angeboten wird. Das zieht inzwischen sogar Touristen an, die sonst die Favelas ängstlich mieden. Auch Prominente geben sich ein Stelldichein. Jüngst war Joachim Gauck bei einem Staatsbesuch in Brasilien in einem solch befriedeten Terrain und zeigte sich höchst entzückt.

Die Bemühungen der brasilianischen Regierung und der Kommunalbehörden um Harmonie in den Armenvierteln sind vor allem darauf gerichtet, im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr und der Olympischen Spiele im Jahr 2016 der Außenwelt die Furcht vor den negativen Begleiterscheinungen der Großereignisse zu nehmen. Deshalb werden diverse Werbe- und PR-Kampagnen gestartet, um den Tourismus anzukurbeln und der Welt ein weniger brutales Bild über die Situation in den Armenvierteln zu zeichnen. Neugierde erwecken dürfte deshalb ein Film der brasilianischen Autorin Maria Ramos, in dem bislang unbekanntes Favela-Leben dargestellt wird. Sie zeigt ehemalige Drogensealer und Polizisten, die in schussicheren Westen durch die Gassen gehen und freundlichen Umgang mit den Bewohnern pflegen. Im Zentrum des 90-Minuten-Streifens steht die befriedete Favela Pvao-Pavaozinho, gleich nebenan zu dem berühmten Ansichtskarten-Strand von Rio. Die gerade gegründete Friedenspolizei UPP soll weniger korrupt und weniger rücksichtslos sein als bisher die Militärpolizei. Die Parole lautet: miteinander sprechen, nicht aufeinander schießen.

Ramos ergreift nicht Partei, weder für die Bewohner noch für die Polizei. Sie schildert in dem Film mit dem Titel „Hill of Pleasures“, der demnächst auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche gezeigt wird, den beginnenden Aussöhnungsprozess zwischen den langjährigen Kontrahenten. Berichtet wird auch über das Entstehen neuen, lautlosen sozialen Sprengstoffs: In den Wohngebieten, wo die Friedenspolizei Oberwasser gewonnen hat, steigen die Mieten. Der Ausleseprozess zwischen Arm und Reich nimmt andere Formen an. So wie in Europa und den dortigen Metropolen. ++ (vk/mgn/25.09.13 – 262)

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Hamburg/München, 26. Oktober 2012 (ADN). Der Kampf mit Wassermangel oder Überschwemmungen sind keine gute Voraussetzung für neue noch instabile Demokratien. Das ist eine Schlussfolgerung aus einer aktuellen Klimastudie der Bundeswehr. Dürren und Wetterextreme würden Reformen und demokratische Bewegungen in Afrika und im Nahen Osten enorm gefährden, heißt es in der Untersuchung von sieben Forschern aus dem bundesdeutschen Militärsektor.

In dem Dokument unter dem Titel „Klimafolgen im Kontext“ rufen die Wirtschafts-. Politik und Sozialwissenschaftler dazu auf, aus Sorge um Ressourcenkonflikte dem Klimawandel entgegenzuwirken. Besonders schädliche Folgen drohen demnach Volkswirtschaften, die vor allem auf Tourismus und Landwirtschaft basieren. 

Diese und andere Einflüsse begünstigen Kriege und Konflikte durch Klimawandel, heißt es in der Studie.  ++ (nc/mgn/26.10.12 – 305)

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Berlin, 9. März 2012 (ADN). Das Verhalten von Touristen ist so, dass sie in der Regel auf der Autobahn der Vorurteile fahren.  Im Gegensatz dazu ist eine „Revolutionstourismus“ erforderlich, um zu erfahren und zu verstehen, was geschieht und was sich verändert. Das erklärte der ägyptische Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad am Freitag auf einer Podiumsdiskussion in Berlin, die unter dem Titel „Generation Zukunft ! – Die arabische Revolution hat erst begonnen“ auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) stand.  Auf diese Weise könne die Erhebung in Ägypten im positiven Sinne unterstützt werden. Abdel-Samad verglich die derzeitige politische Situation am Nil nach einem Jahr des grundlegenden gesellschaftlichen Aufbruchs mit der Französischen Revolution 1789. Damals habe ein Jahr nach dem Sturm auf die Bastille in Paris auch die Gegnerschaft der Revolutionäre das Heft in die Hand genommen. So ähnlich sei es heute in Ägypten, wo der Militärrat fast skandalösere Zustände herbeiführt als sie unter dem Mubarak-Regime bestanden haben.

In Touristen-Ghettos ist nichts über die sozialen Veränderungen des Gastlandes  zu erfahren, stimmte der Direktor des Deutschen Orient-Instituts, Gunter Mulack, der Auffassung des 40jährigen Ägypters aus Gizeh zu. Insofern werde die Aussage des Koran erfüllt, derzufolge der Mensch mit Augen und Ohren zur Welt gekommen ist, um sie zu benutzen und über Grenzen hinauszugehen.

Der in Kairo tätige Nahost-Korrespondent des ARD-Hörfunks, Björn Blaschke, wies darauf hin, dass ein Drittel wichtiger Wirtschaftszweige wie die Trinkwasser-Gewinnung und der Automobilhandel in der Hand der Generäle ist. Diese Relation gelte auch für die großen Ressort-Hotels in den Tourismus-Hochburgen. Insofern sei es nicht vewunderlich, dass die Militärs allein aus den laufenden Einnahmen einen Kredit in Höhe von 1, 1 Milliarden US-Dollar der ägyptischen Nationalbank im Dezember 2011 gewährt haben. ++ (rv/mgn/09.03.12 –  73)

Berlin, 8. März 2012 (ADN). Griechenland setzt auf die drei Kernkompetenzen Kultur, Natur und seine starke Arbeitnehmerschaft,um der ausweglos erscheinenden Wirtschafts- und Gesellschaftskrise zu entrinnen. Das erklärte der griechische Minister für Kultur und Tourismus, Pavlos Yeroulanos, am heutigen Donnerstag in Berlin. Vor der Presse verwies er auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) auf das ökonomische Schwergewicht des Fremdenverkehrs.  „Tourismus war und ist die treibende Wirtschaftskraft, um das Land auf die Beine zu bekommen“, so der Parlamentsabgeordnete der Panhellenischen Sozialistischen Partei (PASOK), der zugleich für die Sektoren Medien und Sport zuständig ist.  Er ermunterte dazu, nach Griechenland zu kommen und so zu helfen, die große Wende zu schaffen. Dabei sei Deutschland ausschlaggebend für den griechischen Tourismus. Im Übrigen sei 2011 das beste Tourismusjahr für Griechenland gewesen. Es habe eine Rekordzahl von Ankünften gegeben. Konkrete beweiskräftige Zahlen konnte er jedoch nicht nennen. Abwarten ist derzeit die Grundhaltung potentieller Gäste, bedauerte der 47jährige Minister. Stornierungen seien selten. Er rechne in nächster Zeit mit einer spürbaren Zahl an Spätbuchungen. Neue Fremdenverkehrs-Märkte sieht der Politiker in Russland, Israel, Südosteuropa und in der Türkei.

Griechenland muss generell nach den Worten von Yeroulanos die subventionsgestützte Volkswirtschaft aufgeben. Nötig seien Innovationen und Investitionen.  ++ (wi/mgn/08.03.12 – 72)