Archive für Beiträge mit Schlagwort: UN-Sicherheitsrat

München/Teheran, 25. Dezember 2013 (ADN). „In den vergangenen Jahrzehnten wurde das friedliche Nuklearprogramm Irans enorm hochgespielt. Seit Anfang der 1990-er Jahre hat sich eine Prognose nach der anderen, wie nah der Iran der Atombombe gekommen sei, als falsch erwiesen. Während des gesamten Zeitraums versuchten Unruhestifter, Iran als Bedrohung für den Mittleren Osten und die Welt darzustellen.“ Das teilte der Präsident Irans, Hassan Rohani, in einem Namensbeitrag in der „Süddeutschen Zeitung“ zu Weihnachten mit. Dies alles geschehe, obwohl die US-Geheimdienste einschätzten, dass Iran keine Nuklearwaffe bauen wolle. Tatsächlich sei Iran entschlossen, nicht auf die Entwicklung und Produktion einer Atombombe hinzuarbeiten.

In diesem Zusammenhang ziterte Rohani aus der vom Obersten Religionsgelehrten Ayatollah Ali Khamenei erlassenen Fatwa: Entwicklung, Produktion, Lagerung und Nutzung von Nuklearwaffen widersprechen den Normen des Islam. Es sei die Option, Nuklearwaffen zu erwerben, noch nicht einmal in Betracht gezogen worden. „Derartige Waffen untergraben unsere nationalen Sicherheitsinteressen, daher ist für sie kein Platz in der Sicherheitsdoktrin Irans“, erklärte der 65jährige Religions- und Rechtsgelehrte.

In dem Presseartikel unter der Überschrift „Der Islam verbietet die Atombombe“ versicherte Rohani, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Auseinandersetzung über das Nuklearprogramm seines Landes zu beenden. Er werde vollständige Transparenz über dieses Programm gewährleisten. Das geschehe in Zusammenarbeit mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland. Er hoffe, dass auch seine Amtskollegen das derzeit geöffnete Zeitfenster für einen ernsthaften Dialog und für Verhandlungen nutzen. ++ (mi/mgn/25.12.13 – 354)

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Berlin, 21. Dezember 2012 (ADN). 88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden in diesem Jahr bei ihrer Arbeit getötet. Das teilte die Vereinigung „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) Mitte dieser Woche in Berlin mit. Das sei ein Anstieg um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und die höchste Zahl seit die Organisation im Jahre 1995 zum ersten Mal eine Jahresbilanz veröffentlicht hat. „Zu den enorm hohen Opferzahlen haben vor allem der Syrien-Konflikt, die Gewalt der Taliban in Pakistan und der Bürgerkrieg in Somalia beigetragen“, erklärte ROG-Vorstandssprecher Michael Radiske. Andere wurden duch mafiöse Banden, militante Islamisten oder im Auftrag hochrangiger Staatasbeamter umgebracht.  879 Journalisten wurden festgenommen, 1.993 angegriffen und bedroht.

Trotz der Resolution 1738 des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 2006, mit der Journalisten und Medienmitarbeiter in bewaffneten Konflikten unter besonderem Schutz stehen, bleibt oft tödliche Gewalt die größte Bedrohung für die Meinungs- und Pressefreiheit welweit.

„Reporter ohne Grenzen“ zählt in dieser Statistik lediglich Journalisten, Blogger und Medienmitarbeiter, die in direktem Zusammenhang mit ihrer journalistischen Arbeit getötet, angegriffen oder verfolgt werden. Fälle, in denen Journalisten aus anderen Gründen – etwa wegen ihres politischen oder sozialen Engagements – verfolgt wurden, fließen nicht in die Statistik ein. Das gilt auch für Vorgänge, die wegen fehlender Informationen noch nicht eindeutig geklärt werden konnten. ++ (md/mgn/21.12.12 – 361)

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