Archive für Beiträge mit Schlagwort: WAZ

Mettmann, 4. April 2015 (ADN). Ehemals von einem Verlag abbhängige Zeitungsredakteure haben sich journalistisch unabhängig gemacht und ein regionales Nachrichtenportal eröffnet. Dazu entschlossen sich ehemalige beim Medienkonzern Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) langjährig angestellte Journalisten und gründeten das Portal taeglich.me vor knapp fünf Monaten. Chefredakteur des Medienquartetts ist der 53jährige Thomas Reuter. Nach seinen Worten fühlen er und seine Berufskollegen nun nicht mehr die Fesseln, die ihnen bisher die Redaktionsleitung und die jeweilige Zeilen-Kontingent-Vorgabe aufergelegt haben. Sie können jetzt – je nach Gehalt und Neuigkeitswert – ungehindert und unbegrenzt über Ereignisse in der Region berichten. Es handelt sich um den Landkreis Mettmann mit den Städten Haan und Wülfrath. Um davon leben zu können, wird für den Informationsdienst eine Jahresgebühr von 60 Euro erhoben. Wie der früher mehr als dreißig Jahre bei einer Regionalzeitung beschäftigte Reuter am Sonnabend im Rundfunk sagte, findet das neue Portal regen Zuspruch. Überraschenderweise treffe das nicht nur bei jungen, mit dem Internet gut vertrauten Leuten, sondern auch bei den reiferen Jahrgängen zu. Inzwischen habe sich ihr Medium zum schnellsten Nachrichtenmagazin der Gegend gemausert. Um dauerhaft wirtschaftlich zu arbeiten, sind nach seinen Schätzungen mindesten 3.000 Abonnenten erforderlich. ++ (me/mgn/04.04.15 – 75)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Essen/Duisburg/Berlin, 13. Februar 2012 (ADN). Adolf Sauerland wird als der erste Oberbügermeister in den Geschichtsbüchern stehen, den sein eigenes Stadt-Volk abgewählt hat.  Nicht einmal knapp, sondern ausgesprochen konsequent: Sauerland konnte nicht mehr seine vornehmste Pflicht erfüllen, das Gesicht seiner Stadt zu sein.  Das haben die Menschen seit langem gespürt, schreibt am heutigen Montag die Essener Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)  zu dem gestrigen direkt-demokratischen Paukenschlag der Bürger von Duisburg weiter.  Sauerlands politisches Ende sei gerecht, sein Rückzug ins Private ohne Alternative. Dies heile eine tiefe Wunde. Endlich hat dieses unwürdige Jonglieren mit dem Schuld- und Verantwortungsbegriff ein Ende, so das Blatt. Das Abwahlverfahren sei nicht nur wegen seines positiven Ergebnisses positiv. Indem die Duisburger gegen Sauerland kämpften, fochten sie für ihre Stadt. „Welch ein schönes Beispiel für beispielhaftiges Engagement. Darauf lässt sich bauen. Schade, dass die Bürger nicht die Chance haben, den Bundespräsidenten aus dem Amt zu wählen“.

Aber was nicht ist,  kann ja noch werden,  ergänzt die in Leipzig ansässige Arbeitsgemeinschaft Staatlicher Selbstverwaltungen.  Außergewöhnliche Skandale erfordern deren außergewöhnliche Lösung.  Das Beispiel Duisburg sollte den Bundestag zur Beschlussfassung über das weitere Fortkommen von Christian Wulff ermuntern. ++ (dk/mgn/13.02.12 – 44)