Berlin, 17. April 2014 (ADN). Martin Luthers Haltung im Bauernkrieg ist ebenso bekannt wie das damals beginnnde „Bündnis von Thron und Altar.“ Das macht Michael Jäger in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „der Freitag“ zum Ausgangspunkt für eine Jahrhunderte währende Kausalkette für das Obrigkeitskeitsdenken und die Unterwürfigkeit der Deutschen, die bis in die Gegenwart reichen. Er nennt diese den deutschen Sonderweg, zu dem auch die permanent artikulierte Westbindung zählt. Gemeint sei die blinde Bereitschaft des Untertanen, sich am staatlichen Befehl zu orientieren. Noch der „Befehlsnotstand“, auf den sich Adolf Eichmann berief, gehe darauf zurück. Geduld  als Haltung falle deutschen Politikern auch in der Gegenwart schwer, „weil sie ihr eigenes Obrigkeitsdenken noch nicht überwunden haben.“ Wer gehorche. soll eben blind gehorchen und das „Denken den Pferden überlassen“. Spuren von Autoritätshörigkeit seien auch in der deutschen Innenpolitik zufinden. Das wären „große Themen“, die zu behandeln, sich in dem unter dem Motto „Reformation und Politik“ stehenden Jahr 2014 innerhalb der Lutherdekade  aufdrängt, so der Autor. ++ (pl/mgn/17.04.14 – 106)

http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn)

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